600 Jahre Laubegast

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Als “Lubegast” wurde der Ort 1408 erstmals urkundlich erwähnt. Eine einfache Rechnung verrät uns – das Jahr 2008 ist ein Festjahr für den heutigen, im dresdner Osten, an der Elbe gelegenen Stadtteil Laubegast. Über die Grenzen der Stadt hinaus, wurde Laubegast schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch ansässige Zwirner bekannt, deren Waren z.B. auf der Leipziger Messe angeboten wurden. Der Ort zog viele Gelehrte und Adlige in seinen Bann, die nach und nach sehr schöne Gebäude hier errichteten. Ende des 19. Jahrhunderts wuchs das Angebot an Kunst und Kultur in der Gegend und die Ortschaft entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel. Zu dieser Zeit gab es bereits eine eigene Anlegestelle für Dampfer und eine Fährverbindung zur anderen Elbseite. Im Jahre 1921 kam es dann zur Eingemeindung nach Dresden.

Durch die Nähe zur Elbe ist man hier an Hochwasser gewöhnt. Doch die Ausmaße der Flut von 2002 waren unvorstellbar schlimm und hoffentlich einzigartig. Der Stadtteil war einer der meist betroffenen und teilweise sogar völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Viel Mühe und Fleiß war notwendig, um den Ort wieder in neuem Glanz erscheinen zu lassen. Seither gehört das “Laubegaster Inselfest” zur Pflichtveranstaltung für jeden Anwohner und viele Gäste von außerhalb. Besonders originell finde ich den Slogan, der für das Festjahr gewählt wurde:

“Dresdens schönste Insel”

Für gewöhnlich ist Laubegast eigentlich keine Insel, jedoch als es während der Flut an allen Seiten von Wasser umgeben war, glich es für kurze Zeit einer solchen.

Eine der bekanntesten Person der Laubegaster Geschichte dürfte die Schauspielerin Caroline Neuber sein, zu deren Ehren auch ein großes Denkmal errichtet wurde. Auch die erste Motorfliegerin Deutschlands, Melli Beese stammt von hier, an sie erinnert eine Gedenktafel in der Nähe der Schiffswerft an der Österreicher Straße.

Wir freuen uns auf die große 600 Jahr Feier.

Entlang der Elbe

Entlang der Elbe

“Oh bleib oh bleib in Laubegast, wenn du genug gewandert hast! “

(letzte Zeile aus dem Lied über Laubegast von Max Bewer (1904)

 

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Eine Reaktion zu “600 Jahre Laubegast”

  1. Donaths Neue Welt

    Ja mein Laubegast lob ich mir! Herrlich ruhig, es sei denn an der Steirischen Straße wird gerade trainiert. Ich mags hier!

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