Weltkongress der Vegetarier in Dresden

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Noch bis zum 1. August tagt der Weltkongress der Vegetarier in Dresden mit vielen Vorträgen, Beratungen und Workshops. Bereits vor hundert Jahren (1908) trafen sich ebenfalls in Dresden, zum ersten mal die Verfechter des fleischlosen Genusses. Damals startete man mit 30 Leuten in den Kongress. Heute sind es bis zu 650 Teilnehmer. 100 Years of Food Revolution lautet das diesjährige Motto. Ob der völlige Verzicht auf Fleisch nun wirklich so gesund ist, da streiten sich wohl seit Jahren die Gelehrten. Offenbar scheint es ja wirklich ohne zu gehen. Von Mangelerscheinungen hört man zumindest nicht viel. Ich persönlich kann mir ein Leben gänzlich ohne Fleisch nicht vorstellen. Sicher, auch im vegetarischen Bereich gibt es schmackhafte Sachen. Aber trotzdem, Genuss, ohne Fleisch? Nein danke!

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15 Reaktionen zu “Weltkongress der Vegetarier in Dresden”

  1. Manuel

    Also ganz ohne Fleisch geht bei mir gar nicht. Die polnische Küche gefällt mir besonders gut. Reichlich deftig und wenn´s geht immer schön viel Fleisch. Die Polen waren ja lange Weltmeister im pro Kopf Verbrauch von Fleisch. Aber Fleisch, das zu Wurst verarbeitet wurde, bin ich auch nicht so Fan.

  2. Doksák

    schönes foto! das, was dort zu sehen ist, wäre mir auch lieber als fleischlose kost :smile:

  3. Stephan

    Haste wenigstens schon mal selber ein Tier getötet?

  4. Lex

    Außer 2 Hühnern nicht. Allerdings ist das auf der Straße passiert, was mir auch sehr leid tat. Im Ernst!

  5. Stephan

    Warum sollte dir das leid tun? Du isst ja gerne Fleisch. :lol:

    Spass bei Seite: Ich frage deshalb, weil man sich ja zu selten über das eigene Essen im Klaren ist. Wo kommt es her? Wie kommt es zu mir?

    Und spätestens, wenn man da mal nachhakt, dann kann einem schon mal schlecht werden. Ich selber esse immernoch gerne Fleisch, aber eben viel seltener.

  6. Lex

    Zumindest sollten Wörter wie “artgerecht” wenn es so etwas überhaupt gibt, schon eine Rolle spielen. Hin und wieder wird ja auch über diverse Extreme berichtet das es einem graut. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Aus den Augen aus dem Sinn. Leider.

  7. Feybser

    Ich möchte auch nicht auf das Fleisch verzichten. Mit der Herkunft ist das so eine Sache, ich versuche schon drauf zu achten, aber genau weiß man´s wahrscheinlich nicht, jedoch ist das bei Klamotten oder anderen Artikeln bestimmt genauso, siehe Kinderarbeit und üble Bedingungen bei der Arbeit.

  8. Hanne

    Ich ernähre mich konsequent vegetarisch, seit ich mich über den Zusammenhang zwischen schweren Krankheiten, v. a. Krebs und Ernährung informiert habe:
    „Im Zeitraum der Ernährungsumstellung auf tierisches Eiweiß vor rund 80 Jahren stiegen die tödlichen Herz-Kreislauferkrankungen und Krebsfälle jährlich um 3-5 % und stellen heute mehr als 2/3 aller Todesursachen der Menschen in den westlichen Ländern. Die Tumorbildungen nahmen bei Kindern und Erwachsenen ebenso erschreckend zu wie die Allergie-Krankheiten; so gibt es in Deutschland mehr als 1,2 Millionen meist therapieresistente Neurodermitis-Kranke. In vergleichbarer Weise stiegen die Zahlen der Rheumatiker und Polyarthritiker an sowie die der Asthma- und Bronchitiskranken. Die Krebserkrankungen sind heute die häufigste Todesursache der Jugendlichen bis 12 Jahre und der plötzliche Kindestod (SIDA) mit 2,5 vom Tausend die der Kinder zwischen zwei und zwölf Monaten.
    Alleine in den zehn Jahren zwischen 1975 und 1985 nahmen die Herz-Kreislauferkrankungen in Deutschland um 41% zu, die Tumorbildungen um 80%, die Gesamtzahl der Krankenhauseinweisungen um 114% und die Krankheiten um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett um 227%. (Bundesverband der Ortskrankenkassen) “.
    (aus: Hartinger, Werner: Medizin-Erkenntnisse aus den aktuellen Vegetarierstudien)
    „Von wesentlicher Bedeutung sind auch die Ergebnisse der großen “Chinesen-Vegetarier-Studie”, die ein gemeinsames Projekt der Cornell-Universität (USA), der Oxford-Universität (England) und zweier chinesischer Universitäten darstellt und von dem Amerikaner Collin T. Campbell an über 8000 Chinesen durchgeführt wurde.Mehr als 90% der Chinesen leben und sterben in dem Landkreis, wo sie geboren sind. Sie ernähren sich fast ausschließlich von lokal angebauten, zeitlebens gleichbleibenden und überwiegend unbehandelten Lebensmitteln, trinken ihr Leben lang das gleiche Wasser und sind immer den gleichen Umwelt- und Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Wegen ihrer geringen Mobilität stellen sie eine genetisch relativ homogene Bevölkerung dar, und ihr Lebensstil bleibt sozusagen von der Wiege bis zum Grabe meist unverändert.
    Dabei bestätigte sich erneut, daß tierisches Eiweiß und Fett nicht nur für Herz- und Kreislaufkrankheiten verantwortlich sind, sondern auch die häufigsten Krebsarten, Diabetes, Osteoporose und viele Stoffwechselkrankheiten verursachen, zumindest aber stark begünstigen. Je größer ihr Anteil an der Nahrung, desto öfter treten diese “Überfluß-Krankheiten” auf. Als ein großer spezifischer Risikofaktor für weibliche Brust- und Genitalkarzinome zeigte sich der Umstand, daß die fleischessenden Frauen bis zu fünf Jahren früher pubertieren. Bei den vegetarisch lebenden Chinesinnen waren diese Krebserkrankungen kaum zu beobachten.“aus: Hartinger, Werner: Vegetarisch leben : medizinische Aspekte des Vegetarismus
    Es gibt noch weitere gewichtige Gründe für eine vegetarische oder wenigstens fleischarme Ernährung wie die Lösung des Welternährungsproblems (die landwirtschaftlichen Nutzflächen werden zunehmend für die Tierhaltung und Futterproduktion verwendet und beanspruchen heute mehr als 64% der gesamten Anbauflächen. Masttiere fressen 49% der Getreide-Welternte und mehr als 90% aller angebauten Sojabohnen) Erhaltung einer gesunden Umwelt (Exkremente sind zu über die Hälfte für die Wasserverschmutzung und die Grundwasserverseuchung sowie zu 20%-25% für die Ozonschicht und Temperaturerhöhung verantwortlich, denn ihre “Produktion” beträgt in den USA und Europa zusammen 110000 kg pro Sekunde (s. Hartlinger: med. Aspekte…) und nicht zuletzt ethische Beweggründe (grausame Massentierhaltung und Tiertransporte).

  9. Lex

    Inwiefern man solchen Studien glauben oder 100%-ige Beachtung schenken sollte, halte ich dennoch für fraglich, wobei ich obige Zahlen nicht anzweifeln will. Da leben Franzosen länger, weil sie jeden Abend ein Glas Rotwein trinken. Da gibt es Menschen die alt wie Metusalem werden, weil sie diesen oder jenen Lebensstil pflegen, der nicht einmal unbedingt etwas mit Ernährung zu tun haben muss. Ich bin mir sicher, dass eine ausgewogene und vor allem maßvolle Ernährung, wozu vielleicht auch 2 mal in der Woche ein Stück Fleisch gehören darf, wenn nicht gar sollte, ein Schlüssel zu einem gesunden Leben ist. Der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser, wenn man es so ausdrücken darf. Von der Evolution bis zum heutigen Tage. Dass heutzutage Krankheiten zunehmen, ist sicher ein umfassendes Problem, bei dem die verschiedensten Indikatoren zusammenwirken. Erkranke ich, weil ich am Tage eine Zigarette rauche oder weil ich in der Stadt tagtäglichen Umweltgiften und Stickoxyden ausgesetzt bin, weil ich auf Arbeit gestresst bin oder weil ich regelmäßig ein Stück Fleisch esse? Fragen über Fragen. Gedanken kann und sollte man sich machen. Wer für sich einen Weg gefunden hat, so zu leben das er sich wohler und gesünder fühlt, macht sicher nichts falsch.

  10. Stephan

    Solange es bei 2mal die Woche bleibt, wäre es ja schön.

    Da kann man sich ganz fix überlegen, was man die 5 anderen Tage auf der Schnitte isst. :mrgreen:

  11. Hanne

    Der Satz: “Totes Tier aufs Brot” kann möglicherweise dem Verzehr von Wurstbroten an den anderen 5 Tagen entgegenwirken. :twisted:

  12. Lex

    Tja, ich “will” das aber nicht und so ein Satz kann meiner eigenen Meinung mit Nichten entgegenwirken. Deine Meinung und Auffassung in allen Ehren. Ich respektiere sie aber mache sie mir nicht zu eigen.

  13. Konrad Bauckmeier

    Vielleicht darf ich in diesem Zusammenhang “Philippus Aureolus Theophrastus Paracelsus” zitieren:

    “Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.” (Quelle: http://www.gutzitiert.de/zitat_autor__thema__zitat_19200.html)

    bzw. wer des Lateinischen mächtig ist:
    “Omnia sunt venena,nihil est sine veneno. Sola dosis facit venenum”

    In diesem Sinne
    Konrad :razz:

  14. vegetarier sind Freunde

    Ich bin gerne Vegetarier.Die fleischlose ernährung ist keine sehr schwierige Sache.Ich fühle mich einfach gut und bin sehr zufrieden mit meiner Ernährung.
    Einen schönen Tag noch
    Jule

  15. Lex

    Und das ist auch gut, Jule! Ich halts trotzdem lieber wie Konrad bzw. Philippus Aureolus Theophrastus Paracelsus :wink:

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