“Am liebsten hockte ich dann auf der Gartenmauer und schaute dem Leben und Treiben auf dem Albertplatz zu…“. Der Schriftsteller Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren. Er studierte in Leipzig die Fächer Geschichte, Germanistik, Philosophie und Theatergeschichte. Er ging darauf 1927 nach Berlin und arbeitete dort als freier Schriftsteller. Es war die Zeit in der die bis heute erfolgreichen Kinderbücher “Emil und die Detektive”, “Pünktchen und Anton” und “Das fliegende Klassenzimmer” erschienen. Kästner übte Kritik am Spießbürgertum und am Faschismus. Als Folge wurde er 1933 und 1937 verhaftet und ihm wurde das Schreiben und Veröffentlichen untersagt. Nach dem Krieg wurde er sofort wieder aktiv und es erschienen neue Werke. So zum Beispiel 1946 “Gruß nach vorn”. An seine vorangegangenen Erfolge knüpfte Erich Kästner mit dem Jugenduch “Das doppelte Lottchen”, welches 1949 erschien, an. An den begnadeten Dichter erinnern in Dresden eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Königsbrücker Straße 66 (Dresden Neustadt) und eine Bronzestele am Albertplatz. Dort liegen 37 Bücher unter dem Hut des Dichters und zwei weitere daneben, alle Bücher die er geschrieben hat.

Wer sich für das Leben und Schaffen des Schriftstellers interessiert oder mehr darüber erfahren möchte, der geht am besten in das Erich-Kästner-Museum am Albertplatz gegenüber des Verkehrsbetriebe-Hauses. Das Haus beherbert einen Mikrokosmos und ist eines der kleinsten und ungewöhnlichsten Museen der Stadt Dresden. Es ist auch bekannt als Villa Augustin, welche seinem reichen Onkel gehörte. Kästner selbst lebte als Junge aber eher bescheiden. Im Museum muss man als Besucher selbts aktiv werden um den Spuren des Autors zu folgen. Man bedient multimediale Elemente, öffnet Schubladen und kleine Schatzkisten. Das Gebäude beschrieb Erich Kästner in dem 1957 erschienenen Buch “Als ich ein kleiner Junge war” folgendermaßen: “Haus ist nicht ganz das richtige Wort. Es handelte sich um eine zweistöckige Villa mit einem schattigen Garten, der fast ein Park war”.

Erich Kästner als Junge auf der Mauer an der Villa Augustin am Albertplatz

Die Villa Augustin – Erich Kästner Museum
Über unsere Stadt, die 1945 völlig erstört wurde, schrieb er ebenfalls in diesem Buch, das seine Kindheitserinnerungen widerspiegelt: “Dresden war eine wunderschöne Stadt, voller Kunst und Geschichte, trotzdem kein von sechshundertfünfzigtausend Dresdnern zufällig bewohntes Museum. Die Vergangenheit und die Gegenwart lebten miteinander im Einklang…“. Ein bewohntes Museum, das finde ich trefflich geschrieben, so empfinde ich das Leben in Dresden auch heute sehr oft.
Erich Kästner Museum
in der Villa Augustin
Antonstraße.1
01097 Dresden
Tel. (0351) 8 04 50 86
Öffnungszeiten:
Sonntag, Montag, Dienstag: 10-18 Uhr
Mittwoch: 10 – 20 Uhr
Donnerstag: Reserviert für Gruppen-/ Schulklassen (nur nach telephonischer Voranmeldung)
Freitag, Samstag: geschlossen
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Am 23. November 2008 um 08:48 Uhr 1
Toller Beitrag Feybser über einen sehr berühmten Bürger der Stadt! Hab Emil und die Detektive gern gelesen. Auf der Jagd nach dem Dieb Herrn Grundeis
Am 24. November 2008 um 12:06 Uhr 2
Ich war schon 200 mal in dem Haus aber leider noch nie im Museum selber. Hab mich aber schon oft gefragt wie die sich dort halten/finanzieren.
Am 24. November 2008 um 17:27 Uhr 3
Wir werden demnächst bestimmt mal vorbeischauen und bei der Finanzierung helfen
Am 24. November 2008 um 17:38 Uhr 4
Hast Du dort eine Freundin Dirk, wenn Du schon so oft dort warst?
Am 17. Dezember 2008 um 11:17 Uhr 5
Das Museum ist innen zwar ziemlich klein, aber für Leseratten genau richtig.
Am 17. Dezember 2008 um 16:35 Uhr 6
Klein aber fein und gemütlich sozusagen. Ich glaube demnächst ist eine größere Feier in dem Museum und rund um Erich Kästner.
Am 23. Mai 2010 um 08:53 Uhr 7
[...] Erich Kästner Schriftsteller aus Dresden [...]