PISA Studie – Sachsen auf Platz 1

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Erst einmal wunderbar zu hören, das in der aktuellsten PISA Studie Sachsen auf allen Gebieten auf Platz 1 angekommen ist. Die Große Frage ist doch aber, welche Schlüsse kann man daraus ziehen,  auf welchen Gebieten können andere Länder von Sachsen lernen? Stattdessen und das ärgert sehr, wird darüber diskutiert, wie wohl Sachsen oder auch Thüringen so weit vorn stehen können ( aber frei nach dem Motto was nicht sein kann und nicht sein darf) ?

Sicher liegt es nicht an klugen Kindern hierzulande, einem vielleicht besseren Schulsystem oder intelligenteren Herangehensweisen in Punkto Bildung, sondern einzig am sog. Migrationshintergrund, der im Osten ja zugegebenermaßen weniger ausgeprägt ist. Schön, dass man etwas hat was man vorschieben kann. Offensichtlich kann man sich manches schwer eingestehen, ist unfähig und nicht Willens einmal wirklich neue Wege zu gehen.

Wenn man so etwas anführt, dann sollte man aber auch die sog. soziale Komponente entgegenhalten. Bei Arbeitslosenquoten im Osten von immer noch durchschnittlich 15 % und mehr sind diese noch immer immens höher als im Westen und das es in Sachen Bildung, vor allem bei sehr sozial schwach gestellten Familien oft dürftig aussieht, geschuldet oftmals durch die Lebensumstände, sollte man nicht vergessen. Auch schneiden Länder wie Bayern aber auch Baden Württemberg immer wieder sehr gut ab. Auch dort gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund aber auch höhere soziale Sicherheit als im Osten. Auch hier macht man ja scheinbar vieles richtig oder besser als anderswo.

Sachsen und der Osten haben seit langem Schwerpunktsetzungen in naturwissenschaftlichen Fächern und viele Fördermöglichkeiten. Man darf erwähnen nicht erst seit der politischen Wende. Statt also nur zu lamentieren und nach Ausflüchten zu suchen, darf gern mal auf die Finger geschaut werden, sonst sind solche Studien eh für die Katz. Aber da hab ich so meine Bedenken!

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Keine Reaktion zu “PISA Studie – Sachsen auf Platz 1”

  1. Feybser

    Es wäre schon mal interessant welche Reaktionen und Verbesserungen solch eine Studie nach sich zieht, ob sie auch dazu beiträgt, dass sich etwas verbessert und wo die besten Ansatzpunkte sind. Warum wird denn das sächsische Modell nicht von anderen Ländern übernommen. Ist so ein Schulsystem wirklich nur auf seine Umgebung zugeschnitten und würde wo anders nicht funktionieren?

  2. Andre

    Das Problem in Bundesländern wie Bremen, Hamburg oder NRW ist einfach die völlig andere Umgebung. Das sächsische System würde dort niemals funktionieren. In vielen Klassen liegt der Ausländeranteil locker bei 70 %, Sachsen, Bayern und Thüringen sind von diesen Werten meilenweit entfernt. Zudem war ich in NRW nie in einer Klasse UNTER 30 Personen. Die höhere Bevölkerungsdichte bringt leider nicht ausreichend Lehrer zu Tage…

  3. Lex

    In den Stadtstaaten kann man das Problem mit Sicherheit nicht weg diskutieren. Welche Ansätze es geben kann, dafür sind wir keine Bildungspolitiker. Sicher gibt es aber Möglichkeiten die Situation zu verbessern und bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Sicher ist dies wieder (wie immer) abhängig von den zur Verfügung stehenden Mitteln. Lehrermangel (große Klassen) auf der einen Seite. Offene Abwerbung von gut ausgebildeten Lehrern (bspw. durch Hessen), weil da mehr gezahlt wird. Welchem Lehrer will man es verdenken? Aber alles so Dinge die eigentlich nicht sein dürften.

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