13./14. Februar – Dresden im Ausnahmezustand

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In wenigen Tagen jährt sich einmal wieder der alliierte Bombenangriff auf Dresden. Die Stadt völlig zerstört, bis zu 25.000 Menschen sterben. Mehrere Veranstaltungen finden rund um dieses Datum statt, um diesen Tag in Erinnerung zu halten, zur Versöhnung zu rufen, Brücken zu bauen. Die große Gedenkveranstaltung “wahrhaftig erinnern – versöhnt leben” auf dem Neumarkt, vor der Frauenkirche, beginnt am 13.Februar 19:00 Uhr.  Am 14.2. um 11:15 Uhr startet ein Gang durch die Stadt unter dem Motto: Geh-Denken.

Ausnahmezustand? Die andere Seite dieser beiden Tage stellt sich so dar, dass rechts- wie auch linksextreme Gruppen dieses Datum für ihre Ideologien mißbrauchen. Eine der größten rechten Demonstrationen solle stattfinden. Bei diesen Kundgebungen ist u.a. die Rede vom Wort “Bombenholocaust” welches durch oftmals kaschierte Opferzahlen, die in die 100.000 gehen, gerechtfertigt werden soll. Im Fordergrund steht im “Gedenken” nur die deutsche Opferrolle.

Nicht untätig bleibt allerdings auch die radikale Linke. Für diese Gruppierungen widerrum ist nicht ein einziger der 25.000 Toten ein Opfer. Das demokratische Kräfte auf Ihren Gedenkfeiern durchaus auch daran erinnern, wer den ersten Stein geworfen hat, wird schlicht weg ignoriert und suggeriert, das es allen Gedenkenden nur um den Ruf Dresdens als Opferstadt ginge. Dem ist nicht so! Im Gegenteil. Die Bombenopfer in Coventry und Rotterdam sind niemals vergessen. Nicht umsonst sind diese beiden Städte auch Partnerstädte Dresdens. In den letzten Jahren wurden offizielle Gedenkveranstaltungen durch radiklae Linke offen boykottiert und gestört. Bilder, die zur erneuten Zerstörung der Stadt aufrufen oder gar ein brennendes Modell der Frauenkirche sprechen Bände und sind ebenso unfassbar.

Die Polizei wird mit einem riesigen Aufgebot dafür Sorge tragen, dass es an diesen beiden Tagen, nicht zu massiven Ausschreitungen beider Gruppierungen kommt.

Es bleibt zu hoffen, das der Tag das ist und bleibt, was er eigentlich sein soll. Ein Gedenken an eine zerstörte Stadt und Ihre Toten, ein Aufruf gegen das Vergessen. Ein Tag zur Mahnung gegen Krieg. Überall auf der Welt!

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6 Reaktionen zu “13./14. Februar – Dresden im Ausnahmezustand”

  1. Michael

    “Eine der größten rechten Demonstrationen solle stattfinden”
    Solle? Wie ist das zu verstehen?
    Und warum werden diesem widerlichen Aufmarsch gerade mal fünf, nicht sonderlich negative Zeilen gewidmet – dafür äußert sich der Autor um so mehr im nächsten Absatz?!
    Das gibt doch stark zu denken . . .

  2. André

    @michael
    man kanns auch keinem recht machen.

  3. Michael

    @andré
    “man kanns auch keinem recht machen.”
    Sollte man auch nicht – da es bedauerlicherweise genug Rechte und Sympatiesanten (auch hier in Dresden) gibt – aber gleichgültig sein ist ja für viele einfacher und bequemer; allem Anschein nach besonders in Dresden.

  4. Lex

    So wie es im letzten Absatz geschrieben steht solls rüber kommen und nicht anders. Michael, das solche Antworten wie deine kommen, damit hab ich auch gerechnet. Ist nicht einfach beides gleichwertig anzugehen. Zeilen rechne ich aber nicht auf. Die Instrumentalisierung des Tages in beiden “extremen” Richtungen finde ich daneben. Punkt!

  5. Maximilian Georg Liebscher

    Fotos von der Demo:

    http://emmixstudios.com/Krieeeeeg

    Bei Fragen: emmix@gmx.de

  6. Lex

    Danke für den Link und die Fotos Maximilian. Wirklich interessante und emotionsgeladene Bilder. Die beiden älteren Damen an der Haltestelle und an Ihnen läuft erst mal ne ganze Abteilung Polizei vorbei…

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