Die Gläserne Manufaktur Dresden

Anzeige

Am Rande des Großen Gartens in Dresden befindet sich die einzigartige Gläsernen Manufaktur von Volkswagen. Hier wird die Nobelkarosse des Konzerns gefertigt, der VW Phaeton. Eingeweiht wurde die Fabrik am 19. März 2002. Der Beginn der Produktion war schon ein wenig zuvor am 11. Dezember 2001. Die „Automobilmanufaktur Dresden GmbH“ betreibt das Unternehmen als eine VW-Tochter Gesellschaft. Wer hier an rauchende Schornsteine, Lärm und Schmutz denkt, der irrt sich gewaltig. Hinter den riesigen Glasfronten trifft Automobilproduktion auf höchstem Niveau auf Kultur und Transparenz. Ermöglicht wird dies vor allem dadurch, dass hier nur die Endmontage des Fahrzeuges stattfindet. Alle Teile werden “just in time” angeliefert. Sogar die Karosserie kommt mit dem Transporter. Andere Teile werden vom Logistikzentrum aus mit der blauen VW-Straßenbahn (Cargo-Tram), betrieben durch die Dresdner Verkehsbetriebe, direkt angeliefert.

Der Transport im inneren des Hauses erfolgt durch ein fahrerloses Transportsystem (FTS). Über 60.000 unter dem Parkett eingearbeitete Magneten steuern die batteriebetriebenen Trägerwagen. Das Hauptelement der Fertigungslinie ist nicht etwa ein herkömmliches Fließband. Ein vollständig mit Parkett belegtes Schuppenband aus 29 Gliedern bewegt sich ganz langsam im Oval. Darauf stehen die Fahrzeuge zur Montage. Von Mitte 2005 bis Ende 2006 lief hier auch der Bentley Continental Flying Spur vom Band. Das Bentley-Werk in Crewe/Groß Britannien war damals auf Grund der hohen Nachfrage völlig ausgelastet und Dresden half aus.

Mit der Manufaktur in Dresden setzt man auch auf Tradition. Man besinnt sich auf das erste weiße Porzellan Europas, auf die erste deutsche Lokomotive und die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt. Die Geschichte des Manufaktur Handwerkes in Dresden wird mit dem Phaeton fortgesetzt und neu interpretiert. Die Kombination aus Fertigung und Erlebniswelt ist wirklich faszinierend. Nicht umsonst gilt die Anlage auch als Museum und Veranstaltungsort für viele Kongresse oder Konzerte. Die Manufaktur arbeitet zum Beispiel sehr eng mit der Semperoper zusammen. Während der Flut wurden Aufführungen sogar von der Oper in die Gläserne Fabrik verlegt.

Allen Bürgern steht das Besucherforum auf zwei Ebenen offen. Täglich zwischen 9 und 18 Uhr werden Führungen angeboten. Für Kinder gibt es spezielle Führungen. Aber auch auf eigene Faust kann man sich über die Automobilproduktion informieren. Man hat die Möglichkeit das Schuppenband und die darauf stattfindende Montage zu beobachten, eine Faht im Fahrsimulator zu wagen, oder die Hochzeit eines Fahrzeuges zu erleben. Das ist die Zusammenführung zwischen Karosserie und Plattform des Autos. Kunden werden zu diesem Höhepunkt sogar eingeladen und können auf Vereinbarung auch selbts an ihrem Fahrzeug mitbauen. Die Auslieferung der Fahrzeuge an den Kunden werden sensationell in Szene gesetzt.

Gläserne Manufaktur DresdenRiesige GlasfrontenKarosserien lagern hinter den ScheibenHaupteingang mit Ausfahrtrampe bei Neuauslieferung und Fahrzeugturm

Moderne Architektur, besonders abends imposant mit farbiger Beleuchtung und 40m hohem Fahrzeugturm

Ich war selbst schon mehrfach in der Manufaktur und hatte die Möglichkeit ein wenig hinter die Kulissen zu schauen. Ein tolles Erlebnis kann ich nur bestätigen und jedem einen Besuch empfehlen. Danach bieten sich noch viele Freizeitmöglichkeiten im Großen Garten. Eine Fahrt mit der Parkeisenbahn, ein Zoobesuch, Spazieren gehen, Baden im Arnoldbad, das Hygienemuseum, alles befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft, direkt in der Stadt.

Weitersagen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • co.mments
  • De.lirio.us
  • email
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis

4 Reaktionen zu “Die Gläserne Manufaktur Dresden”

  1. Lex

    Ja die Manufaktur hat schon was. Freunde und Gäste staunen auch immer wenn wir dort mal dran vorbei fahren. Man kann ja die Karossen von außen (wie auf Deinem Bild) sehen. Leider scheint der Phaeton trotzdem nicht ganz den erhofften Erfolg oder Absatz zu bringen. Zumindest hört man es immer wieder. Der Trend geht doch eher zu kleineren sparsamen Fahrzeugen auch wenn es im Luxussegment natürlich immer Kunden geben wird. Bleibt zu hoffen das die Manufaktur nicht auch in eine größere Kriese rutscht bzw. sich schnell und flexibel umstellen kann wenn es die Zeit und der Markt erfordern.

  2. jensi

    wir können ja ein gläsernes Gewächshaus draus machen wenn keiner mehr die Prollkarren braucht !!!!!!!!!!

  3. Paula

    Naja, schade dass sie nur eine Sorte von VW herstellen.
    Ansonsten liegen da oft Fussel rum. :shock:

  4. Tim

    die Idee find ich gut xD

Einen Kommentar mit Link schreiben

Smileys