Ruhe auf dem Dresdner Altmarkt

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Wo Ende des vergangenen Jahres noch Menschenmassen auf dem berühmten Strietzelmarkt, dicht an dicht gedrängt, zusammen bei Glühwein, Krapfen und Stollen standen, bietet sich heute dieses Bild. Völlig verwaist zeigt sich der Dresdner Altmarkt wochentags um die Mittagszeit.

altmarkt-dresden.JPG

Man möchte meinen, man befindet sich nicht gerade im pulsierenden Zentrum einer Stadt mit über einer halben Million Einwohner. Das neue Pflaster so schier unberührt. Kein Taschendieb hat hier auch nur den Hauch einer Chance. Also übersichtlich ist er wirklich unser Altmarkt. Sind eigentlich bald wieder diverse Märkte/Markttage geplant? Kennt jemand Termine, wann der Platz wieder zum Leben erwacht? Ich hab da jetzt gar nicht recherchiert. Lassen sich Käse-Karl und Wurst-Maxe wieder hier blicken oder sind die Zeiten vorbei? Ich kann mich erinnern, daß auch schon Beach-Volleyball hier gespielt wurde. Mit Tribünen und allem drum und dran. Mal sehen ob sich bald wieder etwas tut.

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7 Reaktionen zu “Ruhe auf dem Dresdner Altmarkt”

  1. Stefan

    Es gibt natürlich den Dresdner Frühlings- und Herbstmarkt (Mai bzw. September?). Ich denke auch, dass wieder Wochenmarkt stattfinden wird.
    Sicherlich werden bei wärmeren Temperaturen demnächst ein paar mehr Leute zu beobachten sein. Aber grundsätzlich wird ein so großer Platz mit ein paar Leuten immer leer wirken.

    Ich persönlich finde die Platzgestaltung nicht besonders schön. Als ich den Entwurf vor Jahren das erste mal gesehen habe, haben sich schon meine Nackenhaare aufgestellt. Es ist einfach nur eine Steinwüste – eine mehr neben Postplatz und Neumarkt – zu wenig grün und zu wenig Verweilmöglichkeiten. Ich hätte mir stöneres, gemustertes Pflaster (Der alte Altmarkt hatte ein schönes Muster) gewünscht mit ein wenig grün und vielleicht sogar mit etwas Kunst oder einer Statue. Das Konzept mit der Riesenlaterne gepaart Wasserbecken als alter Platzkante und großflächigen Einheitspflaster ist nach meinen Geschmack einfach nur öde. Noch aus DDR-Zeiten gab es bis vor Kurzem an vielen Orten der Stadt (Altmarkt, Postplatz, Prager Straße) große bepflanzte Blumenkästen mit Bänken. Das war noch was! Die passen aber scheinbar nicht mehr ins Konzept der pflegeleichten Steinfläche und mussten deshalb verschwinden.

  2. Lex

    Hallo Stefan. Danke für Deine ausführliche Meinung und für die Markttage-Infos ;-)
    Ja, ein wenig Grün wäre wirklich schön. Und du hast Recht, auf dem Neumarkt ist es ja nicht anders. Scheinbar “passt” es wohl wirklich nicht so recht. Zumindest ins Konzept der Planer. So wirkt es jedenfalls alles recht steril. Dafür wahrscheinlich gewollt, sehr aufgeräumt. Na hoffen wir mal auf die warme Jahreszeit und ein paar mehr Leutchen.

  3. jo

    meiner meinung nach passt dieser schräge spiess sowieso nicht, ich finde diese gestaltung passender für eine fussballstadion.

    das mit dem grün ist so eine sache, so wie der städtische Platz jetzt gestaltet ist, ist er wirklich als marktplatz und bewegungsfläche zu gebrauchen. Finden keine veranstaltungen statt, wirkt er natürlich sehr leer und unbelebt, weist keine schönen ecken oder bänke zb auf. Jedoch wie angesprochen zu den Marktzeiten bietet der Platz genug störungsfreie fläche, die auch nach einem markttag schnell u günstig gereinigt werden kann.Pflanzenkübel oder Bäume wären da etwas schwieriger. Natürlich bin ich auch ein riesen fan von begrünten Orten, nur dafür werde ich dann im sommer sagen wir mal bei 30° nicht in die innenstadt gehen und mich unter die 5 bäume des altmarkts legen, sonder dafür gibt es die erholungsflächen entlang der elbe, der grosse garten, das umland etc.
    Mein Fazit: so wie der platz angelegt ist (ausgenommen dieser komische spiess, den man besser mit einem kleinen brunnen oder eben EINEM baum ersetzt hätte) finde ich ihn ganz in ordnung. Jedoch muss das städtische leben auch mitspielen und es müssen märkte, rummel, etc stattfinden. Und da dies aufgrund unserer schnell-schnell, billig-billig gesellschaft (bin davon natürlich auch ein teil) nicht so ohne weiteres möglich ist, wird dieser platz leider nicht wirklich seiner funktion gerecht. Die frage ist also: wie sieht der heutige marktplatz aus? Was hat den markt ersetzt?
    ich hoffe keinen mit meinem langatmigen beitrag gelangweilt zu haben, finde aber dies ein sehr spannendes thema. schönes wochenende!

  4. Lex

    Gelangweilt? Ich bitte dich! Nur zu! Freuen uns doch über jede Reaktion! Ja diese Lichtstele, also ich hab nix gegen was Modernes. Aber damit habe ich mich auch nicht anfreunden können. Desweiteren wirft sie ein sehr grelles, kaltes Licht. Ich weiß nicht, ob da schon etwas angepasst wurde. Als Giraffen-Ersatz im Stadion wärs wohl wirklich angebrachter. Obwohl? An die kommt der Pfeiler nicht ran. ;-)

    Der Markt an sich. Wurde er ersetzt? In gewisser Weise ja. Der Markt war ja in früheren Zeiten der zentrale Punkt. Ort des Handels etc.. Dieser ist in der heutigen Zeit nicht mehr notwendig. Wenn da einmal im Monat ein paar fliegende Händler zu sehen sind, so dient es sicher ein wenig der Belebung und stellt auch eine kleine Besonderheit/Auflockerung dar. Mehr aber nicht.

    Interessant könnte ein Markt auch indirekt durch seine Umgebung werden. Wenn an jeder Seite (gerade im Sommer) mehrere Restaurants, Caffes etc. wären. Dann hat man auch mehr Leute die darüber schlendern und die anderen haben beim Eis-Essen auf den Freisitzen oder Terassen was zu gucken. ;-)

  5. jo

    ja richtig, durch eine gute umgebung oder auch die lage in der stadt wird so ein marktplatz doch wieder belebter. Man muss ja auch dazusagen, gerade ich als neuer Dresdner wenn ich mich mal so bezeichnen darf :) , empfinde dass es in Dresden eben auch eine ganze menge an schönen Plätzen und Orten gibt. Und da macht das auch ncihts, wenn so ein platz etwas ungrün um winter erscheint oder auch im sommer vielleicht nicht der belebteste ort sein wird, dafür gibt es hier halt wirklich viele alternativen und genau das macht den charme Dresdens aus. Es gibt keine Haupteinkaufsstrasse, es gibt kein eindeutiges zentum, vielmehr verteilt es sich.

    Was mich nur wundert, ist dass so etwas wie die neustädter markthalle nicht soo gut angenommen wird, wie ich es mir vorgestellt hätte. Anfangs dachte ich dass sie sehr gut genutzt wird und dass ich, sollte ich hier wohnen, immer dort mal einkaufen würde oder einen cafe trinken würde. Jetzt, ca 1 Jahr später hatte ich sogar schon die gelegenheit in der nähe zu arbeiten und habe die markhalle desöfteren für eine mittagspause oder für bäcker-besorgungen genutzt. Doch so richtig schön ist dann das ambiente aus irgendeinem grunde doch nciht. es fehlte einfach das belebte in der halle. Es werden nur die unteren geschosse genutzt. In Freiburg (http://www.markthalle-freiburg.de) hat eine vergleichbare Halle vielmehr Reiz, da sie mehr genutzt wird. Dort ist mittags ein so reges treiben, dass man kaum einen tisch bekommt. Woran liegt das? Sind das nur die Geschäfte? Die Lage ist ja auch ganz gut eigentlich. Ich finde auch die mischnutzung aus supermarkt, cafe, wäscherei, gourmetgeschäft ganz gut.Aber es könnte wie gesagt etwas mehr los sein und mich wundert warum nicht noch mehr geschäfte dort einziehen.

    gruss

  6. Lex

    Ja ein “richtiges” enges Zentrum gibt es seit 1945 nicht mehr. Die Prager Straße ist durch die vielen Neubauten in den letzten Jahren ja wieder zu einer Einkaufsmeile geworden, wobei mir ja viele kleine Läden besser gefallen, als nur große Tempel und Komplexe. Aber ok. Dresden kann man so langsam als Einkaufsstadt bezeichnen. Das ist für die Besucher ebenso wichtig wie Zwinger und Semperoper. Und das man DD eh nicht nur darauf reduzieren kann und sollte, haste ja auch schon herausgefunden ;-) Hier gibts wirklich viele schöne Ecken.

    Es gibt im Vergleich zu anderen Städten eine große Weitläufigkeit. Wenn man will, kann man hier durchaus Blasen an den Füßen bekommen. Im nächsten Beitrag kommen wir noch mal kurz drauf zurück. Ich hätte gern das historische Stadtzentrum aber auch die Prager Straße, die vielen Geschäfte und Caffees vor dem 13. Februar 1945 gesehen!

    Nichts desto trotz ist es schön zu sehen, wie viel auch wieder aufgebaut wurde. Nicht jedem kann man alles recht machen. Aber es ist schon toll zu sehen, wie die Stadt sich immer weiter entwickelt. Und auch wenn bspw. der Neumarkt nicht grün ist, so muß man schon sagen das er bzw. das gesamte Ensemble ein tolles Bild abgeben! Da kann man mit Recht stolz sein. Zumindest gehts mir so.

  7. Stefan

    Ja ich glaube “nicht gerade schön, aber funktional” ist die beste Bezeichnung für den Altmarkt im Moment.

    Man hätte aber die Platzkanten begrünen können, ohne dass das Marktgeschehen beeinträchtigt würde. Und da nun auch die Autos unterirdisch sind, was ich ja gut finde, wird der Platz noch zusätzlich “entleert”, was wiederrum die Platzgestaltung in den Vordergrund rückt.

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