Als Güntzwiesen bezeichnet man in Dresden die Grünanlage zwischen Blüherstraße und Lennéstraße. Sie sind umgeben vom Dynamo Stadion (alias glücksgas-Stadion) und dem Deutschen Hygiene Museum und grenzen unmittelbar an den Großen Garten an.
Zugeordnet werden sie dem Stadtteil Seevorstadt-Ost-Großer Garten noch innerhalb des 26er-Ringes. Ihren Namen haben sie Justus Friedrich Güntz zu verdanken. Im Jahre 1856 gründete er eine Stiftung mit deren Mitteln später unter anderem die Güntzwiesen gestaltet wurden.
Wie hängen aber nun die Güntzwiesen und die Cockerwiese zusammen? Joe Cocker gab am 02. Juni 1988 auf dem nördlichen Teil der Fläche ein großes Konzert im Rahmen seiner Heart-Tour. Seither ist dieser Bereich unter den Dresdnern auch als Cockerwiese bekannt. Als Veranstaltungsort wurde damals die Blüherwiese – neue Herkulessallee angegeben, also noch eine andere Bezeichnung für das gleiche Fleckchen Erde.
Das Konzert war damals etwas ganz Besonderes für die Dresdner und die vielen zugereisten Fans. Es war für damalige Zeit nicht selbstverständlich, dass so ein international bekannter Künstler “Die Woodstock-Legende und Übervater des weißes Blues” in der DDR auftrat. Die Doppel-LP “Joe Cocker Live” von 1990 muss wohl eine gute Erinnerung an diese Zeit sein. Ich habe mich eben mit jemandem unterhalten, der das Spektakel damals miterlebt hat. Er war Ordner von Dynamo Dresden und die hatten an jenem Abend u.a.die Aufgabe kleine Bäume und Hecken vorm Niedertrampeln zu beschützen. Zirka 85.000 Menschen haben jedoch die Stadt in einen Ausnahmezustand versetzt, sodass Karten und Taschenkontrollen nach kurzer Zeit nicht mehr möglich waren. Weiß jemand von Euch auch eine Story darüber zu berichten? Hier habe ich einen tollen Bericht mit Bildern gefunden.
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Am 25. Juli 2009 um 10:59 Uhr 1
Was für ein geiler Zeitzeugenbereicht, mit Fotos und Zeitungsartikel, top. Ich kann mich erinnern das ich als Kind auch auf einem Konzert am Rand stand, ich weiß aber nicht mehr welches. Kann mich nur erinnern das Bilder von Schönhuber eingeblendet wurden und die Massen pfiffen. Viele hatten FDJ Hemden an, wird das aber eher nicht gewesen sein.
Am 25. Juli 2009 um 22:40 Uhr 2
Ne, das war bestimmt was anderes. Ich hab davon leider auch nichts mitbekommen, aber darüber zu lesen und zu hören hat mich irgendwie fasziniert und dafür begeistert.
Am 7. Oktober 2010 um 02:16 Uhr 3
ja, ich war damals auch zum konzert von leipzig aus gekommen.ich erinnere mich noch zu gut. war das 1. konzert bevor bruce sp. u.a. in berlin spielten. so eine wahnsinnige stimmung war auch für ihn nach jahren der abstinenz vor so viele tausend zuhörern wieder der durchbruch. ( ich geh von mehr als 100 000 aus)ich weiß noch , daß die vorgruppe ausgebuht u. teilweise mit brötchen beworfen wurde. weiß noch jemand wer das war????
Am 18. Februar 2012 um 12:31 Uhr 4
Die Vorgruppe war No 55. Es wurde mit Schlüsseln gerasselt. Ich erinnere mich, dass rechts neben der Bühne eine Cocker Fahne wehte und links die FDJ Flagge. Ich habe es nicht fassen können , das ich Joe Cocker sehen und erleben durfte. Nach der Wende habe ich viele Konzerte gesehen, keines kam emotional an dieses Cocker Konzert heran.
Am 20. Februar 2012 um 15:09 Uhr 5
Danke für Deinen kurzen Bericht Ines!
Am 20. Februar 2012 um 16:51 Uhr 6
Gegen Ende des Konzerts wurden die Backgroundsängerinnen von Joe Cocker wörtlich als “Angels of the night” vorgestellt und mit einem Spot angestrahlt. Da haben sie ein wenig mit den Hüften gezappelt und sahen dabei so gut aus, dass wir alle noch Tage hin und weg waren.
Am 20. Februar 2012 um 19:04 Uhr 7
Wow, da hatte Joe also einen guten Geschmack
Am 13. März 2012 um 05:53 Uhr 8
Ich war damals in Großenhain stationiert. Die Karte hatte mir ein Kumpel aus Leipzig besorgt. Das ich eine Karte besitze, hab ich versucht geheimzuhalten. Aber ein Volltrottel hat sie in meinem Schrank liegen sehen und keine halbe Stunde später wusste fast das ganze Regiment davon. Dann ist das eingetreten, was ich die ganze Zeit befürchtet hatte. Ich habe keinen Ausgang bekommen, weil ein Ufz diese Karte haben wollte. Er hat sie NICHT bekommen, auch kein anderer. Ich hab sie vor seinen Augen zerrissen, in tausend Teile!!!! War zwar schade um die Karte, aber der hat einen größeren Zapfen gehabt als ich.
Am 13. März 2012 um 19:50 Uhr 9
Verrückte Story Micha. Trotzdem schade das du´s nicht mit erleben “durftest”.
Ja, zu diesem Konzert gibt es wohl wirklich unzählige Erinnerungen und Anekdoten. Gern mehr davon!