Wehrpflicht nur noch 6 Monate

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Lese gerade, dass CDU und FDP sich wohl daran machen, die Wehrpflicht von 9 auf 6 Monate zu verkürzen. Aha Kompromiss. Die Schwarzen wollten die Wehrpflicht ja behalten, die Liberalen, wenn ich mich nicht irre ganz das Gegenteil. Nun also Wehrpflicht 6 Monate? Bitte was für ein Schwachsinn soll das denn bitte sein? 3 Monate Grundausbildung, 2 Monate Spezialausbildung, 1 Monat Einsatz im jeweiligen Aufgabengebiet. Fangen also an zu “arbeiten” und können gleich wieder gehen. Urlaub steht ja auch zu. Also ich frage mich ernsthaft was diese Pseudo-Wehrpflicht eigentlich soll? Schon heute wird doch nur noch ein Drittel der Wehrpflichtigen überhaupt noch eingezogen.

Schafft die Wehrpflicht endlich endgültig ab und macht eine vernünftig bezahlte, modern ausgerüstete, den Aufträgen gerecht werdende kleine, professionelle Berufsarmee daraus! Dieser angedachte Unfug jedenfalls, bringt weder dem Staat noch den Wehrpflichtigen auch nur irgend einen Nutzen!

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12 Reaktionen zu “Wehrpflicht nur noch 6 Monate”

  1. Seb

    Recht haste. Leider bringt die CDU die mehrheit der Stimmen mit, sonst wäre das Thema glaube schon durchgekaut.

  2. Chrissi

    Sehe ich genauso. Das beseitigt nicht die Wehrungerechtigkeit und kosten tuts auch mehr. Warum nicht Wehrpflicht abschaffen und Berufsarmee einsetzen, wahrscheinlich hat man beim Bund Angst, keine Nachwuchskräfte mehr zu rekrutieren… :roll:

  3. Dirk

    Es geht auch darum Reservisten zu schaffen und ein paar Leute auszubilden, nicht unbedingt gleich einzusetzen. Bin selbst aber auch für eine Berufsarmee.

  4. Feybser

    Was Du irgendwie mal gehört oder gelernt hast, wie Du Dich in einer Notsituation zu verhalten hast, wirst Du, wenn es soweit kommt durch das Unterbewusstsein immer abrufen können. Also von daher sind 6 Monate auch okay.

    Wenn es den Ausbildungsweg eines Jugendlichen nicht behindet, warum soll er nicht die sechs Monate zum Bund gehen?

    Damals dachte ich schon die 10 Monate vergehen nie. Nun wäre ich schon mit 12 Jahren Offizierslaufbahn fertig.

  5. Seb

    Wie willst du denn aber festlegen ob es einen behindert? Selbst wenn man direkt nach dem Studium noch gezogen wird ist das nicht gerade förderlich für die Berufliche Laufbahn. Gerade International betrachtet. Ich hab mich zumindest bisher erfolgreich durch die Maschen dieses tollen Systems gedrückt und bin auch sehr froh darüber. Das letzte was mir jetzt fehlt wären 6 Monate zum Bund zu gehen. Davon mal abgesehen das ich den Sinn des Reservisten eh nicht sehe, als ob ich im Notfall hier mit der Waffe irgendwelche Linien auf der Landkarte verteidige. Da wohn ich aber auf jedenfall vorher woanders. Berufsarmee reicht vollkommen.

  6. dirk

    Ich fände eine Pflicht für Jugendliche, Sozial tätig zu werden oder den Wehrdienst zu leisten nicht schlecht. Ungerecht nur das einige wenige die Zeit gestohlen bekommen. Mit hätte es sicher gut getan mal 6 Monate in der Tafel zu arbeiten :)

  7. Lex

    Feybser da bin ich nicht bei Dir. Was Du in der AGA gelernt hast, kannste jedem in einem K-Fall (und der käme nicht von heute auf morgen) auch in einem Crashkurs mitteilen. Da muß ich nicht Jeden 3 Monate durchs Gelände schicken (ok, mir würde es mal wieder gut tun, lach). Na und die Spezialausbildung. Schon das Wort ist Unfug. 2 Monate Ausbildung, 1 Monat “irgendwo” eingesetzt, um was auch immer zu tun. Die Vorgesetzten werden sich freuen. Ob das im Stab, in der Inst., der Logistik oder wer weiß wo ist. Die arbeiten die Leute ein, um sie ad hoc wieder weg zu schicken. Für die Wehrdienstleistenden ist es verschwendete Zeit, für die Berufssoldaten, die ihren “Praktikanten” unter sich haben und damit leben müssen eher nur ´ne ineffektive Belastung.

    @Seb, in der Endkonsequenz sind wir einer Meinung. Aber im Notfall bleibste schön hier! :wink:

    Dirk, für so etwas ist es nie zu spät. Du kannst nächste Woche damit anfangen und mir täglich abends das Essen vorbei bringen. Nein, einen sozialen Dienst, wo jeder auch mal ran muss finde ich auch nicht schlecht. Bundeswehr bleib ich dabei. Kleine aber effektive, gut ausgebildete Berufsarmee. Vielleicht kann man diese 6 Monate auch als Schritt dahin sehen. Erst 12, dann 10 nun 6. Die Richtung ist doch klar und die Argumente für das Aussetzen der Wehrpflicht werden mehr. Nur warum nicht gleich so?

  8. dirk

    OH..es ist zu spät..ich bin nicht mehr im Alter wo solche Erfahrungen sich positiv auf die Entwicklung auswirken.
    Zeit ist ja nun auch gar nicht mehr…

  9. stefanolix

    Der letzte Absatz im Kommentar von Lex hat mich zum Lachen gebracht (für sowas ist es nie zu spät): doch zuerst wäre ich dran, ich habe sicher den meisten Stress;-)

    Dirk kann sich bei uns wegen der Adresse melden ;-)

    Eine Zwangsdienst lehne ich generell ab. Einen sozialen Dienst, bei dem man sich freiwillig für maximal ein Jahr »credit points« holen kann, würde ich aber begrüßen. Wäre nur die Frage, wo man diese Punkte einlösen könnte. Daran müssten sich halt alle beteiligen, die etwas für das Gemeinwohl tun wollen. Punkte könnten aber auch in Semesterbeiträge oder Weiterbildungsleistungen getauscht werden.

  10. Seb

    guter ansatz stefanolix :)

  11. patrick

    Ich finde es ist richtig die wehrpflicht zu verkürzen,ber es sollten mehr leute eingezogen werden.

  12. Seb

    und was soll das bringen?

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