Senkung MWSt Hotels

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Es ist fraglich ob aus der geplanten Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels und andere Herbergsbetriebe etwas wird. Die Kritik daran wird zumindest lauter und stärker. Da sich Schleswig-Holstein bereits quer stellt, ist eine Mehrheit im Bundesrat gefährdet. Vorgeschlagen wurde für Übernachtungen den ermäßigten Steuersatz von sieben anstelle 19 Prozent anzuwenden. Frühstück allerdings würde noch mit voller Steuer berechnet werden.

Unterschiedlicher Meinung ist man über die Folgen einer solchen Steuersenkung. Für Hotels wäre es natürlich, unter der Voraussetzung ihre Preise blieben trotz Senkung der MwSt. auf gleichem Niveau, ein ziemlicher Gewinn. Was hat dann aber der Kunde davon. Eigentlich nichts, denn er zahlt in diesem Fall den gleichen Preis. Der Gast profitiert nur, wenn die Herbergen die ersparte Steuer auch teilweise durch Preissenkungen an den Kunden weitergeben.

Eine weitere Frage bleibt zu klären. Wie wird der Staat die fehlenden Steuereinnahmen abfedern. Optimal wäre natürlich, wenn es durch den Plan wirklich deutlich mehr Buchungen gäbe, aber das ist wohl eher unwahrscheinlich. Tja, da gibt es nun den Vorschlag Steuern zu senken und trotzdem ist das leider nicht so einfach und die Folgen sind nicht genau vorhersehbar.

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6 Reaktionen zu “Senkung MWSt Hotels”

  1. Lex

    Denke schon das ein Teil an die Kunden weitergegeben wird. Es soll ja auch ein Anreiz sein, durch moderate Preisgestaltung mehr Gäste zu locken. Jedenfalls stelle ich mir das so vor.

  2. stefanolix

    Es stellt sich die Frage, ob man in einem schwer verschuldeten Staat wirklich diese Maßnahme zuerst ergreifen sollte. Ich finde sie falsch. Es ist wieder mal Klientelpolitik für eine willkürlich herausgegriffene Gruppe mit einer guten Lobby.

    Und es ist fraglich, was dabei herauskommt. Für Geschäftsreisende ändert sich überhaupt nichts, die reichen die Umsatzsteuer ohnehin nur durch.

    Um ein Ansteigen der Buchungszahlen für Privatreisen zu erreichen, ist die Ersparnis zu gering. Ein gutes Hotelzimmer kostet z.B. bei kurzfristiger Buchung hundert Euro (brutto) pro Übernachtung ohne Frühstück. Rechnet Euch mal die Ersparnis für den Privatkunden aus, der sich so ein Hotel leisten kann. Das verbucht der unter Ulk.

    Eine Ferienwohnung kann z.B. 50 Euro (brutto) pro Person und Übernachtung kosten. Da ist die Ersparnis pro Person genau 40%. Entsprechend skaliert bei günstigeren oder teureren Wohnungen. Ein Anreiz für eine Reise wäre das für mich nicht.

  3. Lex

    Naja, wo beginnt man, wo hört man auf. Klar, in dieser “Kriese” ist so ziemlich jeder betroffen.

    Fakt ist, dass der Kunde (zu 90%, ich stell das mal so in den Raum) zuerst über den Preis kommt. Da können selbst geringste Beträge im direkten Vergleich ausschlaggebend sein. Hab da durchaus Erfahrungen (weniger hier in DD) was das angeht. Der Kunde will preiswert! Nicht jeder, das ist ja klar. Aber die große Masse schon. Da wird selbst am Komfort mal zurückgesteckt. Mir pers, wär das zwar auch nix. Aber so ist es.

  4. Lobbyist

    Das Gastgewerbe fordert keine Subvention und keine staatlichen Hilfen. Hoteliers und Gastronomen wollen Chancengleichheit in Europa.

    7 Prozent Mehrwertsteuer sind keine Privilegierung, sondern bedeuten eine längst überfällige Gleichstellung mit den Hotelliers in 20 EU Staaten sowie für die Gastronomen eine Gleichstellung mit dem Lebensmittelhandwerk und -einzelhandel in Deutschland.

    Im Grunde genommen sollen die Spielräume für Preissenkungen, Investitionen, Mitarbeiterqualifizierung und -entlohnung erhöht werden.

  5. Lex

    …und das find ich nicht verkehrt.

  6. Dirk

    Die werden schon ihre Berechnungen haben aber ich selber glaube nicht das es dem Gast zugute kommt, bin daher dagegen.

    Ich seh auch nicht wo ein Hotelier im Wettbewerb mit anderen EU Staaten den Nachteil hat.

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