Schade – Tschechisches Zentrum schließt

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Schade sagen wir. Das “Tschechische Zentrum Dresden” schließt nach langjähriger Tätigkeit im März.

Grund sei mal wieder das liebe Geld! Im Prager Außenministerium muß gespart werden. Das Zentrum knüpfte und vermittelte Kontakte ins nah gelegene Nachbarland. Gerade in der letzter Zeit, hört man ja immer mehr die tschechische Sprache in der Innenstadt. Die Länder nicht nur beim Einkaufen etwas näher zu bringen, machte sich das Zentrum zur Aufgabe. Der Austausch auf mehreren Ebenen, wie Wirtschaft oder Kultur war Programm.

Zu Gast bei Freunden

Uns macht es etwas betrübt, da wir selbst sehr viele Freunde in Tschechien haben. Da ist man bei so einer Meldung halt ein wenig näher dran. Nun, solche Freundschaften über Ländergrenzen zu pflegen, gemeinsam zu Feiern, in den Urlaub zu fahren oder das ein oder andere Problem gemeinsam zu bewältigen, macht`ne Menge Spaß, ganz davon abgesehen, dass man ein wenig die Sprache des anderen lernt.

Ein nicht allzu streng ausgelegtes Gesetz ist es ja, bei unseren gegenseitigen Besuchen immer die Sprache des Landes zu sprechen, in dem man sich befindet. Mittlerweile kommen wir ganz gut zurecht in Böhmen.

Danke noch mal an Zbyšek für den Tipp und die Hilfe mein an der Achse fest gewachsenes Rad zu lösen und gleich den kompletten Räderwechsel  zu übernehmen.  Ich hatte ja zumindest gut dirigiert ;-) In Dresden gibts dann wieder gemeinsames Schnitzel XXL, Dürüm bis zum Abwinken in der Neustadt oder ein Schnäppchen aus dem Elektronik-Fachmarkt.

schwein.jpg

“Schwein gehabt” beim Grillen mit tschechischen Freunden

auf dem Lande, in der Nähe von Prag

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8 Reaktionen zu “Schade – Tschechisches Zentrum schließt”

  1. Feybser

    Wirklich bedauerlich, es ist doch schön wenn es Initiativen gibt, die Länder und Menschen zusammenführen, da geht die Schließung eigentlich gegen den Trend. Es hat sich wohl mal wieder nicht gerechnet, schade dass dann meist an solchen Stellen gespart wird.

  2. Mischa

    Ja, es wäre schön, wenn gerade die jungen Dresdner die Tschechische Republik und deren Bürger nicht nur vom Tanken, Zigarettenkaufen oder anderweitiger “Bedürfnisbefriedigung” im grenznahen Gebiet kennen würden.

    Wir unterhalten uns mit Tschechen englisch; wir wohnen fast nebeneinander und sprechen über eine 3 Sprache miteinander – oft mehr Schlecht als Recht.
    Warum gehört in den Schulen 100km links und rechts der Grenze die jeweils andere Sprache nicht zum Lehrplan? Jeder mittelmäßige Beziehungscoach rät seinen Klienten, in der Beziehung mehr miteinander zu reden. Ist das bei Nachbarländern anders? :roll:

    Wir geben Milliarden dafür aus, “unsere Demokratie” in die Köpfe von unverbesserlichen Fundamentalisten zu schießen. Nutzlos, verschwendet, rausgeschmissen! Um unsere nächsten Nachbarn dagegen, kümmern wir uns einen feuchten Kehricht, da wird gespart wo es geht – wir sind ja “Global Players” – in jeder Beziehung, um jeden Preis.

  3. Feybser

    Wie ich es verstehe, geht der Sparzwang diesmal von Prag aus. Mehr Nähe und Gedankenaustausch wäre aber wirklich ganz gut. Ich glaube aber, die Tschechen sind auch nicht so offen, wenn man sieht, wie zurückhaltend und abweisend sie manchmal bei EU-Fragen sind.

    Ich finde es auch blöd, dass viele unser Nachbarland bloß mit Tanken und Zigaretten etc. verbinden, da geh ich voll mit deiner Meinung mit Mischa.

  4. Seb

    theoretisch ist die idee die sprache in den lehrplan aufzunehmen ganz gut, ABER was leidet dann darunter? ich mein an englisch kommt man nicht vorbei. klar kann man in der region tschechisch statt spanisch/französisch auf dem gymnasium anbieten. ich muss aber ganz ehrlich sagen das man damit in einen nachteil gerät wenn man sich weltoffen bilden will. ich muss zur zeit spanisch in meinem studiengang erlernen und das in einer geschwindigkeit die es mir sehr schwer macht da ich noch nie spanisch in der schule hatte (alternativ könnte ich auch französisch erlernen, aber wer will das schon :D ). natürlich gibt es auch studiengänge für die es vorteilhaft wäre wenn man schon über grundkenntnisse in tschechisch verfügt, aber das dürften eine klare minderheit sein. ganz ehrlich, nachbar hin oder her, die sprache ist auf die masse der menschen die sie sprechen absolut irrelevant, tut mir leid wenn das für einige etwas krass rüber kommt.

  5. Seb

    p.s.: das sagt nichts darüber aus das ich mich auch für solche sprachen interessiere. sogar ich kann einige sätze, wenn auch nicht grammatikalisch korrekt, auf tschechisch. nur ist es ein unterschied die leute dahin zu bringen sich für den nachbarn zu interessieren und eine andere es der jugend aufzuzwingen gegen jede vernunft.

  6. Lex

    Das bspw. Tschechisch im Konzert der Welt keine vorderen Plätze einnimmt ist ja klar. Es genügt ja wenn in den Grenzregionen fakultativ Unterricht oder Kurse angeboten werden. An der TU Dresden kann jedermann man soweit ich weiß auch Kurse in Tschechisch belegen. Diese haben auch ganz gut Zuspruch. Für das Erlernen von Grundlagen vielleicht ganz nützlich, wenn man es denn braucht. Ansonsten ist learning by doing für den Smalltalk immer noch das beste. Zumindest wenn man öfter die Gelegenheit hat es anzuwenden.

  7. Feybser

    Ein gutes Beispiel für bilinguales Lernen gibt es in Pirna am Schiller-Gymnasium http://www.sn.schule.de/~schiller/

  8. Mischa

    Nun, da bin ich etwas anderer Meinung.

    Es wäre sicher sinnvoll, in Grenzgebieten, die Kinder schon im Vorschulalter (spielerisch) mit der Sprache des jeweiligen Nachbarlandes vertraut zu machen. Darauf sollte dann, langsam aber stetig, während der gesamten Schulbildung aufgebaut werden.

    Ich denke, für unsere Region ist Tschechisch besser als Französisch oder Spanisch als Drittsprache. Das Englisch als Zweitsprache bleiben sollte, steht außer Frage.

    Niedersachsen macht es vor. Dort gehört vielerorts der Niederländisch-Unterricht dazu wie die Doppelbemme zur Pause. Umgekehrt gibt es nur wenige Holländer, die kein Wort Deutsch sprechen oder verstehen – dort gehört wiederum Deutsch zum Lehrplan. Ich habe Holländer kennen gelernt die außerdem fließend Spanisch, Englisch und was weiß ich sprachen, also hat sich der “zusätzliche” Deutsch-Unterricht wohl nicht negativ ausgewirkt. :wink:

    Wir Deutschen sind ein wenig sprachfaul und wenn ich heute Tschechisch oder Polnisch höre, kann ich mir angesichts der vielen Zungenbrecher auch nicht vorstellen dass jemals lernen zu können. Hätte ich aber als Kind schon die Gelegenheit gehabt, mich in diese Sprache “hineinzuhören” und “hineinzusprechen”, würde ich heute über diese Ängste schmunzeln.

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