Plenarsaal des Sächsischen Landtages, im Hintergrund die Altstadt
Nachdem der Sächsische Landtag seinen Sitz nach der Wende vom 27. Oktober 1990 bis zum 17. September 1993 in der Dreikönigskirche zu Dresden hatte, konnte am 14. Oktober 1993 die erste Sitzung im heutigen Gebäude an der Devrientstraße stattfinden. Das Gebäude zwischen dem Hotel Maritim mit Congresscenter und der Dresdner Altstadt, beherbergte früher das Landesfinanzamt. Errichtet wurde der Bau in den Jahren 1928 bis 1931.
Zwischen 1946 und 1990 saß die Stadt- und Bezirksleitung der SED in diesem Gebäude. Nach dem Beginn umfangreicher Umbau- und Anbauerbeiten fand die offizielle Übergabe am 14. Februar 1994 statt. Zwischen 1995 und 1997 wurde die Sanierung der Altbauten vollzogen und seit Mai 1997 wird der Komplex in vollem Umfang genutzt. Die Architektur verbindet auch hier, wie bei vielen anderen Dresdner Gebäuden, Historisches mit dem Modernen. Schlichte verputzte Fassaden treffen auf große Glasfronten, zum Beispiel die des Plenarsaals.
Der Sächsische Landtag setzt sich momentan aus 132 Abgeordneten zusammen. Er wird laut Verfassung vom 27. Mai 1992 auf die Dauer von fünf Jahren in allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen gewählt. Die Wahl zum 5. Sächsischen Landtag fand am 30. August 2009 statt.
„Die Verhandlungen des Landtags sind öffentlich.“ Gefordert wird dies im Artikel 48 der Sächsischen Verfassung. Dies wird im Parlament an den Plenartagen, in der Regel zwei Mal pro Monat berücksichtigt. An diesen Tagen haben Vertreter der Medien freien Zutritt zur Pressetribüne. Gäste können von der Gästetribüne Demokratie hautnah erleben. Zu beachten ist, dass Äußerungen von der Tribüne wie Zwischenrufe, Beifall oder Ähnliches zu unterlassen sind.
Mit dem Bürgerfoyer bietet das Landtagsgebäude eine Besonderheit. Hier finden regelmäßig Ausstellungen statt. Auf dem Dach des Hauptportals am Bernhard-von-Lindenau-Platz 1 befindet sich außerdem ein Restaurant mit dem Namen “Chiaveri”.
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Am 30. März 2010 um 10:12 Uhr 1
zum thema der architektur kann ich noch hinzufügen das der neue teil welcher am flußufer der elbe entlangläuft von der anderen uferseite betrachtet die form eines elbdampfers haben soll und mit ein wenig fantasie auch hat
man kann sich auch für führungen anmelden bei der einem eben solche details verraten werden und man, je nach führung auch chance hat mit 1-2 abgeordneten zu sprechen.
was mir gerade noch einfällt. der metallene kartenausschnitt des freistaates, welcher im plenarsaal hinter dem präsidenten hängt ist als sichtschutz konzipiert um anschlägen vorzubeugen, so hat man keine chance aus größerer entfernung die plätze der 3 wichtigsten ämter zu sehen.
Am 30. März 2010 um 10:28 Uhr 2
Hey, voll interessante Infos Seb! Danke Dir. Ich war erst einmal “vor” dem Landtag. Da war glaube ich Bowleparty im Rahmen des Stadtfestes. Ich Banause!
Am 30. März 2010 um 12:14 Uhr 3
Echt interessant, wenn man ein paar Hintergründe erfährt. Ich habe noch ein Foto von der anderen Seite, muss ich dann gleich mal schauen, ob ich einen Dampfer erkenne.
Am 1. April 2010 um 21:03 Uhr 4
Der Landtag ist immer nur am 3.10 fast komplett öffentlich zugänglich, das habe ich natürlich genutzt und schön an einer Führung teilgenommen bei der man interessante Dinge erfuhr. z.B das im Hauptfoyer (im alten Gebäude) ein historischer Marmorboden verbaut worden ist der glaube aus Asien stammt und schon eine Menge miterlebt hat z.B den Weltkrieg sowie das Hochwasser 2002. Ebenso giebt es eine kleine stille kirchliche Einrichtung.
Und auf dem Präsidentensitz sowie Abgeordnetensitze habe ich mich auch mal niedergelassen
Am 1. April 2010 um 21:11 Uhr 5
Danke Benny, sehr interessant. Kandidierst Du demnächst ?