Staatliche Kunstsammlungen Dresden

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Große Pferdevitrine

Pferde mit osmanischen Reitzeugen Ende 17.Jh/Anfang 18.Jh – © Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt

Eröffnung der Türckischen Cammer – Die Sammlung orientalischer Kunst in der kurfürstlich-sächsischen Rüstkammer im Residenzschloss Dresden.

Ab Sonntag, dem 7. März 2010 ist im Residenzschloss Dresden die Türckische Cammer für Besucher freigegeben. Man darf sich aber keineswegs eine kleine Kammer vorstellen, vielmehr erwartet die Gäste eine der prachtvollsten Sammlungen ihrer Art. Ebenfalls ist es der erste Schritt der Rückkehr der Rüstkammer ins Dresdner Residenzschloss. Die Türckische Cammer gilt nicht als neues, für sich alleinstehendes Museum, sie versteht sich als ein bisher nicht adäquat gezeigter Teil einer historischen Sammlung im Gefüge der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Zirca 600 orientalische und orientalisierende Objekte werden auf 750m² im zweiten Obergeschoss präsentiert.

Dresden und der Orient

Wie kommt man nun aber in Dresden zu Exponaten dieser besonderen Art? Teilweise handelt es sich um Beutestücke sächsischer Herrscher aus diversen Schlachten gegen die Osmanen, aber auch gezielte Ankäufe sind Bestandteil dieser Sammlung exotischer Kunststücke, die in Deutschland ihres Gleichen sucht. Der sächsische Hof schien offensichtlich starkes Interesse an der Lebensart und der Kunst des Orients zu entwickeln. Man war fasziniert von den vielen Kostbarkeiten. Beachtlich ist, dass ein Teil der Stücke unter osmanischem Einfluss in bedeutenden europäischen Werkstätten gefertigt wurde.

Zu betrachten sind unter anderem:

> prächtige Teile osmanischer Staatszelte
> umfangreichen osmanischen Prunkreitzeuge
> geschnitzten, lebensgroße Araberhengste
> Panzerhemden, Helme, Fahnen, Waffen und Gewänder

Dolchgriffe

Drei osmanische Dolchgriffe, Mitte 16.Jh – © Rüstkammer, Staatliche Kunstdammlungen Dresden, Foto: Hans-Peter Klut /Elke Estel

Zeltgalerie

Das große Dreimastzelt, 17.Jh – © Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt

Das größte Objekt ist ein 20 Meter langes und 8 Meter breites und 6 Meter hohes osmanisches Staatszelt (siehe Foto) mit prächtigen Applikationen aus Seide und vergoldetem Leder. Es wurde aufwändig für mehr als 3,6 Millionen Euro restauriert. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre arbeiteten die Restauratoren der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und viele freie Mitarbeiter auf höchstem Niveau an der Instandsetzung und Ausbesserung der Objekte.

Präsentation

Die Exponate werden teilweise in stark reduziertem Licht und nächtlicher Atmosphäre präsentiert. Dies dient auch zum Schutz der edlen Stoffe. Andere prachtvolle Objekte werden mit spezieller Beleuchtung in Szene gesetzt. Die Türckischen Cammer weist eine völlig neu gestaltete Raumpräsentation auf. Vor dem Zweiten Weltkrieg konnte man übrigens wenige Stücke der Sammlung im Johanneum, dem heutigen Verkehrsmuseum betrachten.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sowie zum Eröffnungsprogramm erhält man auf den Seiten der Staatlichen Kunstsammlungen unter www.skd-dresden.de im Internet.

Zu den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, die sich übrigens dieses Jahr im Jubiläumsjahr “450 Jahre Staatlichen Kunstsammlungen Dresden” befinden, gehören ebenfalls:

> Porzellansammlung
> Grünes Gewölbe
> Museum für sächsiche Volkskunst mit Puppentheatersammlung
> Kunstgewerbemuseum
> Galerie Neue Meister
> Kupferstich Kabinett
> Mathematisch Physikalischer Salon
> Gemälde Galerie Alte Meister
> Kunstbibliothek
> Münzkabinett
> Skulpturensammlung
> Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen

Wir wünschen viel Freude beim Besuch dieser besonderen Ausstellungen, die man sich nicht entgehen lassen darf!

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3 Reaktionen zu “Staatliche Kunstsammlungen Dresden”

  1. jana

    Das ist echt ein interessanter Bericht. Die Ausstellung würde ich mir gern anschauen.

  2. Julia

    Die orientalische Kunstsammlung ist einfach nur toll. Ab 7. März ist die Vorstellung geöffnet? Dann sollte ich mal die Tage nach Dresden fahren. Sowas muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

  3. Feybser

    Ja, ein Besuch in Dresden wird sich lohnen. Ab 7.03. kannst Du in die Ausstellung gehen.

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