Schulsystem Sachsen – Oberschulen

Anzeige

Der erforderliche Notendurchschnitt für den Zugang zum Gymnasium wird verschärft. Aus Mittelschulen werden Oberschulen. Zweite Bildungsempfehlung nach der 6. Klasse.

Ab dem kommenden Schuljahr 2010/11 müssen sich Sachsens Schüler noch ein wenig mehr bemühen, um einen Notendurchschnitt von 2,0 zu erreichen, der dann den Weg aufs Gymnasium ermöglicht. Außerdem fließt in die Bildungsempfehlung nach der vierten Klasse, zusätzlich zu Mathematik und Deutsch, auch die Zensur in Sachkunde. Bislang wurde ein Schnitt von 2,5 akzeptiert.

Neu ist auch, dass es ab 2011/12 eine zweite Chance für den gymnasialen Bildungsweg geben wird. An den zukünftigen Oberschulen, die in jenem Schuljahr die Mittelschulen ersetzen, gibt es in der sechsten Klasse eine weitere Bildungsempfehlung. Auch hier gilt ein maximaler Notendurchschnitt von 2,0. Der bisherige Eignungstest für die Sechstklässler entfällt damit.

Der Kultusminister Roland Wöller begründet diese Änderung mit der hohen Absprungrate an Gymnasien. Die Schüler, die wieder auf die Mittelschulen zurückgehen, sind dann meist sehr unmotiviert und legen oft schlechtere Abschlüsse hin, als es ihnen möglich wäre. Viele Schüler verließen das Gymnasium in den drei letzten Klassenstufen, ohne das Abitur in der Tasche zu haben. „So paradox es klingt: Die derzeit geltende 2,5-Regelung verhindert bei einem Teil der Schüler sogar, dass sie das Abitur erreichen.“

Weitersagen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • co.mments
  • De.lirio.us
  • email
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis

Das könnte Sie auch interessieren:

  1. Anmeldung an Dresdner Schulen
  2. Dynamo II deklassiert Sachsen Leipzig
  3. PISA Studie – Sachsen auf Platz 1
  4. Piratenpartei in Sachsen
  5. Das Sachsen-Ticket der Bahn

Eine Reaktion zu “Schulsystem Sachsen – Oberschulen”

  1. Lex

    Ich finde diese strengere Vorauswahl nicht schlecht. Hat auch nichts mit Elitenbildung zu tun. Die angeführten Gründe sind nachvollziehbar. Ich fand zu “meiner” Zeit den Sprung zum Gymnasium (EOS), plötzlich höhere Anforderungen, auch nicht so einfach bzw. gewöhnungsbedürftig. Die Vorauswahl war, sofern ich mich erinnere auch recht hoch angelegt. Ich wage zu behaupten, dass man zu DDR Zeiten keine Chance hatte mit 2,0 den erweiterten Bildungsweg einzuschlagen. Und selbst da blieben beim Erreichen des Abiturs einige auf der Strecke. Auch ich hatte so meine Probleme mit Russisch. Gott Lob, dass die Wende kam und ich nun zwischen Englisch und Russisch zur Prüfung wählen durfte. Bestanden! ;-)

Einen Kommentar mit Link schreiben

Smileys