Sponsorenbrief an Dynamo

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Ein Sponsorenbrief sorgt bei Dynamo mal wieder für Wirbel

lange, lange war es still um den Verein und seine Gremien.  Zwei Wochen? Drei Wochen? Na jedenfalls hat schon richtig was gefehlt, was man hier mal wieder zum Besten geben kann.

Der Grund unseres heutigen “Dynamo-Beitrages der Woche” geht diesmal nicht vom Verein selbst, sondern von einer Reihe seiner (wichtigen) Sponsoren aus.

Aufsichtsrat soll komplett zurücktreten, Forderung personeller Konsequenzen

Diese fordern den derzeitigen Aufsichtsrat endgültig zum Rücktritt auf bzw. pochen auf weitere personelle Konsequenzen. Festgemacht wird dies u.a. auf grund fehlender Kompetenz, Vernachlässigung der Satzungsaufgaben, sowie an der “miserablen Aussendarstellung” des Vereins. Ein neuer Vorsitzender wurde noch nicht bestimmt. Der Vertrag von Hauptgeschäftsführer Bohne immer noch nicht verlängert, obwohl dies in den Augen vieler die einzige Person ist, welche in letzter Zeit positive Akzente für den Verein setzen konnte, welcher die Kohlen aus dem Feuer holte und mit der Stadt besonnen verhandelte.

Auf Anfragen zu diesem Sachverhalt gab es lt. Sponoren noch keine Antwort von Dynamo. Die Sponsoren haben nun wissen lassen, dass Ihr weiteres Engagement von den nun folgenden Entscheidungen der Dynamo Führung abhängig gemacht wird.

Wie würdet Ihr entscheiden oder welchen Standpunkt würdet Ihr vertreten?

Unter Fans und Mitgliedern kristallisieren sich grob nun zwei Standpunkte heraus.

1. Standpunkt: Sponsoren haben ausschließlich ihre Rolle als solche wahrzunehmen und sich aus den internen Geschäften des Vereins herauszuhalten. Hier im Falle setzen die Sponsoren dem Verein (Führung) die sprichwörtliche Pistole auf die Brust und greifen aktiv in Vereinsbelange und Entscheidungen der Führung und Mitgliedschaft ein. Worte wie Erpressung fallen gelegentlich.

2. Standpunkt: Die Sponsoren sehen durch die in Ihren Augen weiter negative Aussendarstellung des Vereins (Aufsichtsrat) ihr Sponsoring, welches ja auch werbewirksam sein soll, in Gefahr. Leistung/Gegenleistung. Gründe wurden nun von Ihnen noch einmal schriftlich benannt und dies nicht erst seit Eingang des Briefes. Antworten oder Taten waren von Dynamo bis dato nicht zu vernehmen. Wichtige Posten wie der des HGF, welcher wie erwähnt, fast als Einiziger Dynamo in einem positiven Licht erscheinen ließ, vertraglich nicht verlängert. Warum läßt man HGF Bohne schmoren?

Wie würdet Ihr als Sponsor handeln? Geht solch ein Brief/ Forderung zu weit oder ist es das Recht der Sponsoren zu handeln, wenn deren Interessen aus deren Sicht nicht mehr gewahrt werden und diese auch Sorge um den Verein äußern.

Unterzeichner sind u.a. Saxoprint, Fira, USD Immobilien, HTI, Dresdner Auto AG, Dress & Co, Nestler und weitere Sponsoren.

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8 Reaktionen zu “Sponsorenbrief an Dynamo”

  1. Dirk

    Wer gibt denn als Sponsor Geld und lenkt dann nicht die Geschicke mit, die ihn in der Darstellung Positiv oder Negativ erscheinen lassen? Am Ende gibt man Geld und macht sich seinen Name kaputt. Daher völlig klar, als Invester will ich auch in den Aufsichtsrat um zu kontrollieren. Allein in sportlichen Angelegenheiten sollte der Verein alleiniges Recht haben.

  2. Olli

    Ein Sponsor ist kein Investor und die SG Dynamo Dresden ist ein Verein. Wollen Sponsoren Einfluss auf Vereinsangelegenheiten nehmen, stehen ihnen dafür die gleichen Möglichkeiten offen, wie jedem anderen Mitglied auch. Einzige Voraussetzung dabei ist das Einhalten entsprechender Regeln. Ist man dazu zu faul oder zu dumm, muss man eben die Konsequenzen ziehen. Die Unterzeichner dieses Erpresserbriefes haben hier nicht nur endgültig ihr völliges Desinteresse am Wohlergehen der SGD offenbart; dass sich unter den “Mahnern” die Schuldigen von gestern befinden, setzt dem Schmierentheater dann noch die Krone der Unverschämtheit auf. Bohn, Heinig und Konsorten: Abhaun!

  3. Calle

    Grundsätzlich ist die SGD zwar ein Verein, aber wir leben im Jahr 2010 und Profifußball hat längst den Charakter eines Wirtschaftszweigs. Warum wird Bayern denn seit Jahren immer wieder Meister? Weil sie ein zackig durchorganisiertes und professionell geführtes Wirtschaftsunternehmen sind. Wer den Kreislauf (gute/teure Spieler –> sportlicher Erfolg –> entsprechende Einnahmen aus Fernsehen, Merchandising, usw. –> Attraktivität für Sponsoren –> neuerlicher Invest in Spieler usw. usw.) nachhaltig beherrschen will, muss so einen Club wie ein Unternehmen führen. Wenn man hier alles basisdemokratisch entscheiden will und jedesmal 10.000 Mitglieder fragen muss, kann das nichts werden. Genau das ist die Sicht der Sponsoren, ich finde sie haben damit völlig recht. Ich habe noch nicht erkennen können, welchen Nutzen der derzeitige Aufsichtsrat bisher gehabt hat.

  4. gmarg

    sehe ich genau so. Das war aber schon lange klar das einfach Kompetenz dort fehlt. Vielleicht hilft das ja jetzt. :cool:

  5. Alex

    Der Verein krankt seit Jahren an dieser sogenannten Vereinsdemokratie mit seinen ´zig “möchte gern was zu sagen haben” Personen, gepaart mit Macht- und Grabenkämpfen. Dieser Verein kommt niemals zur Ruhe, solange sich da nichts grundlegend ändert.

    Abgesehen davon, ob persönliche Animositäten bei “einigen” Sponsoren hier erneut eine Rolle spielen sollten, kann man ja mal Wiki zum Begriff Sponsoring bemühen. Dieses hat nämlich mit Schenkung, wie das einige wohl gern sehen wollen (Geld her und Klappe halten) nichts zu tun. Sponsoring ist hier die Förderung des Vereins durch Geld-, Sach- oder Dienstleistungen zum Zweck eigener Marketing-/ Werbeziele.

    Sieht man diese durch die Führung des Vereins gefährdet, ist die Reaktion vollkommen verständlich. Und würde den Sponsoren Dynamo nicht auch nur ein Fünkchen am Herzen liegen, hätten sie locker schon den Faupax des AR um die Bestellung des 2. GF nutzen können, um auszusteigen. Dümmer in der Außendarstellung gings ja kaum. Null Fingerspitzengefühl und den Verein erneut fast an den Rand des Abgrunds gebracht. Bei aller Abwägung. Für mich ist die Reaktion der Sponsoren absolut nachzuvollziehen.

  6. Sven

    Dieser Brief eine eine absolute Frechheit. Zumal diejenigen Personen, von denen der Brief kommt, z.T. selbst in einem Aufsichtsrat saßen, der ein Schuldenberg von 2 Millionen Euro angehäuft hat. Sich dann als Messias aufzuspielen, der seine eigenen Interessen zum Wohle Dynamo Dresdens wahren möchte, ist völlig absurd.

    Ich kann Olli unter allen Umständen rechtgeben, ein Sponsor ist kein investor und Dynamo keine Firma, sondern ein Verein. Sicher dürfen Sponsoren unter keinen Umständen zum passiven Geldgeber degradiert werden, doch wohin zuviel Sponsoreneinflüsse führen, zeigt die Zeit um Bauunternehmer Otto, der Dynamo die Bundesligalizenz gekostet hat, owbohl er doch so ne dicke Nummer war, andere Sponsoren an allen Ecken im Verein einbaute und Dynamo wie eine Firma führen wollte.

    @Alex – Die Bestellung des zweiten AR war mit Sicherheit zum falschesten Zeitpunkt überhaupt verkündet worden und es fehlte hier an Fingerspitzengefühl und vorallem Kommunikation. Die Handlung an sich, war jedoch satzungskonform! Bohn und Co stellen das medial immer als satzungswidrig dar, das ist falsch! Es war mit Beschluss der Mitgliederverssammlung die erste und dringlichste Aufgabe des neuen AR einen GF Sport zu finden. Darüber war auch die Stadtverwaltung informiert. Aussagen, das man in der Stadt nicheinmal über die – wohlgemerkt öffentliche, auch über Zeitungen erfolgte – Ausschreibung gar nicht Bescheid wusste, ist Unsinn.
    In diesem Brief gehts null um ordentliches Wirtschaften und Außerdarstellung, es geht mutmaßlich ausschließlich um persönliche Differenzen, die die unterschreibenden Ex-Aufsichtsräte gegen den aktuellen AR hegen.
    PS: Und solche Streiterein kannst Du auch nicht “per Gesetz” verbieten – Vereinsdemokratie abschaffen, weil Demokratie demokratische Prozesse und auch negative Begleiterscheinungen erfordert, halte ich für groben Unfug.

  7. Alex

    Danke Allen für Ihre Meinung. Es polarisiert nach wie vor. Sven ich verstehe durchaus auch Ollis oder Deinen Standpunkt und die Geschichte/ Disskussion des 2. GF rein satzungsmäßig gehandelt ist mir mir bekannt und wenn man es zu 100% nach Satzung auslegt ist die Reaktion des AR nicht falsch gewesen. Soweit gehe ich durchaus mit. Ich bin auch der Meinung das der Zeitpunkt und dieses sture beharren auf der Satzung in dieser Situation aber sowas von fehl am Platze war!

    Aber, um ein Haar hätte das die Existenz des Vereins gekostet! Diese Satzung ist doch keine Bibel!! Wo wäre die Menschheit denn jetzt, wenn sich jeder immer und zu jeder Situation an ein Stück gedrucktes Papier gehalten hätte? Ich rufe ja nicht zu nicht satzungskonformen Handeln auf. Aber manchmal gehört eine Portion Fingespitzengefühl eben dazu. Das hat der AR eklatant missen lassen. Wie erwähnt. Um ein Haar wärs aus gewesen Aber wenigstens Satzung eingehalten. Von den Herren hätte ich mehr Intelligenz erwartet. Dafür stehen sie dem Verein vor.

    Und zu Otto. Ich behaupte nicht das eine Diktaur alles besser macht. Und ja wir sind gebranntmarkt. Aber bitte! Es muß doch eine Möglichkeit geben diese windige Geschichte auch einmal hinter sich zu lassen! Wir können doch nicht jede sich bietende Möglichkeit außer acht lassen, nur weil ein Krimineller uns unerfahrene Ossis nach der Wende über den Tisch gezogen hat! Ich glaube einfach daran in 20 Jahren etwas gelernt zu haben. Heutzutage wird genauer geprüft oder abgewogen als in den Wirren der Wende. Ein Restrisiko bleibt sicher immer und überall. So wie es allerdings jetzt ist, so will ich es def. nicht mehr sehen. Jeder will hier was zu melden haben. Mitglieder ehem. Führungen, jeder der sich für besonders klug dünkt findet sein Hobby und seine Berufung in diesem Verein. Macht und Gremiengepose allerorten. Wird eigentlich noch Ball gespielt?

    Meine Hand drauf, dass sich nichts ändern wird. So kommen wir nie voran! Und da bin ich auch bei Calle. Kommt von dem Gedanken weg, das Dynamo ein Verein im Sinne einer Gartensparte ist. Wir haben es mit einem Wirtschaftsunternehmen zu tun. Erfolg benötigt Geld und gesundes Wirtschaften! Und wer Kommerz nicht will (glaube mir in übertriebenen Auswüchsen will ich ihn auch nicht!!) der bleibt halt in den Niederungen oder verschwindet irgendwann. Wir spielen nun mal nicht mehr in der DDR Oberliga. Wir sollten die Tradition bewahren aber nach vorn blicken. In Tradition können wir sterben. Mehr auch nicht. Die einzige Konstante sind wir Fans.

  8. Alex

    Ich berufe mich ja nicht so gern auf Artikel der Zeitung mit den 4 Buchstaben Aber man muß zugeben, dass die des öfteren doch den Finger drauf haben.

    Sollte es also stimmen, was da so geschrieben steht und GF Bohne abserviert werden, dann gute Nacht. Ich genieße alles mal noch mit Vorsicht. Aber es passt wunderbar ins Bild. Wenns stimmt -> Pfuj!

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