Dresdner Debatte

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Wie wird der Neumarkt ein Platz für die Dresdner? Öffentlicher Dialog zur Stadtentwicklung in Dresden startet am 8. Juni 2010.

Mit der Dresdner Debatte startet am 8. Juni eine neue Form des offenen und öffentlichen Dialogs zur aktuellen Entwicklung in der Stadt zwischen Bürgern, Politik und Stadtplanung. Instrumente der Bürgerbeteiligung sind ein moderierter Online-Dialog im Internet, eine Info-Box am Ort des Geschehens und themenorientierte Veranstaltungen. Den Auftakt bildet am 8. Juni der Neumarkt mit der Frage: „Wie wird der Neumarkt ein Platz für die Dresdner?“. Andere städtebaulich bedeutsame Projekte werden folgen.

In Dresden wird immer diskutiert. Besonders über Stadtentwicklung und Architektur. Die Zukunft der eigenen Stadt liegt den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen. Doch reine Pro-Contra-Auseinandersetzungen werden den komplexen Problemen selten gerecht. Nur im Austausch entsteht Verständnis. Dabei sind nicht der Konsens erstes Ziel, sondern die Reflexion, das Öffnen von Handlungsspielräumen und das Abbauen von klassischem Konfliktpotenzial. Hier setzt die Dresdner Debatte an.

Erstes Thema: Der Neumarkt – 8. Juni bis 8. Juli 2010

„Der Neumarkt war und ist der identitätsstiftende Mittelpunkt Dresdens. Der Wiederaufbau der Frauenkirche wurde weltweit verfolgt, die Entwicklung des Areals wird kontinuierlich von verschiedenen Experten- und Bevölkerungsgruppen diskutiert. Dieser Ort ist prädestiniert für den Auftakt für die Dresdner Debatte“, sagt Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Für den Dialog im Internet wird am 8. Juni eine Internetseite frei geschaltet. Hier können sich Interessierte über die Planungen am Neumarkt informieren und zu Wort melden. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, ihre Ideen zur Nutzung des Neumarkts im Internet vorzustellen. Die veröffentlichten Beiträge werden moderiert und können kommentiert werden. Eine Umfrage spürt den Gründen nach, warum der Platz oft oder selten besucht wird. Hinweise oder Fragen zu Prozess und Verfahren können gestellt werden.
Eine Info-Box mit einem Internetterminal steht im Aktionszeitraum auf dem Dresdner Neumarkt und ist mit Fachleuten des Stadtplanungsamtes besetzt. Sie geben Auskunft über die Vorhaben am Platz, informieren über den Online-Dialog und nehmen Anregungen entgegen.

Die Ergebnisse des Dialogs werden ausgewertet, dokumentiert und in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung, voraussichtlich Anfang September, vorgestellt. Sie fließen in die Erarbeitung möglicher Anforderungen für Grundstücksausschreibungen und Bebauungspläne ein.

Eine Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden

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Eine Reaktion zu “Dresdner Debatte”

  1. Michel

    Ehrlichkeit am Neumarkt
    Kritiker der rekonstruierten Bauten am Neumarkt werfen Unerhrlichkeit vor. So würden die Rekonstruktionen vom uninformierten Bürger für historische Bauten gehalten. Sein Urteilsvermögen würde dadurch geschmälert. Ferner würden äußere Gestalt und Inhalt der Bauten oft nicht übereinstimmen. Hinter mehreren Bürgerhausfassaden würde sich z.B. ein Hotel verbergen, das sei unehrlich.
    Abgesehen davon, dass die Frage, welche Architektur ehrlich sei und welche nicht, immer vom Standpunkt des Beurteilenden abhängt und damit subjektiv ist, begrüßt die Mehrheit der Dresdner und der Gäste der Stadt den weitgehend rekonstruierten Neumarkt. Viele würden gern mehr über die wiedererstandenen Bauwerke wissen.
    Da sie als Rekonstruktionen keine Denkmale im Sinne des Denkmalsschutzgestzes sind, kann man keine Tafeln mit der Überschrift “Denkmal” anbringen. Da es sich aber oft um bedeutende Schöpfungen namhafter Dresdner Baumeister wie Pöppelmann, Bähr, Knöffel und anderer, handelt, sollten sie mit einheitlich gestalteten kleinen Tafeln gekennzeichnet werden. Diese Tafeln sollten kurz etwas über den ursprünglichen Bau, seinen Baumeister und seine Nutzung vermerken sowie die Aussage, “Grundriss- und Fassadenrekonstruktion” oder “Fassadenrekonstruktion” und die Jahreszahl der Fertigstellung. Gestaltung und Inhalt der Tafeln wären eine sinnvolle Aufgabe der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden, bei der das nötige Fachwissen vorhanden ist, und die sich dann auch mit ihrem Logo auf den Tafeln ausweisen könnte. Die meisten Investoren dürften bereit sein, die geringe Summe für eine solche Tafel zu übernehmen.
    Damit würde der Neumarkt für alle Interessierten bereichert und jeder kann lesen, dass es sich um die Rekonstruktion eines im Krieg zerstörten Gabäudes handelt.

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