Globalfoundries Dresden

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Globalfoundries Dresden – Megainvestition für einen dritten Reinraum!

Satte 1,3 bis 2 Millarden Euro will Globalfoundries für einen weiteren Reinraumkomplex in Dresden investieren! Die “FAB1” wäre damit das Flaggschiff, man könnte sagen die Giga-Fabrik der Investoren aus Abu Dhabi. Mehre 100 Arbeitsplätze werden zusätzlich zu den bereits 2.600 auf dem “AMD-Komplex” neu entstehen. 10.000 qm Fläche wird das neue Gebäude einnehmen. Mehr als ein Lichtblick in diesen schwierigen Zeiten! Auch Infinion hatte ja vor kurzem weitere bis zu 40 Millionen Investitionen angekündigt.

Mit einer geplanten Gesamtstückzahl von 80.000 300-mm Wafern im Monat (bis dato 50.000 Wafer) steigt Dresden damit in die absolute Top-Klasse der Chip-Produktion auf. Diese Kapazität gibt es in Europa nirgends. Dresden wird somit zum Nummer 1 Standort der Chipherstellung auf dem Kontinent und macht seinem Namen als Silicon Saxony alle Ehre. Der Standort geht nach der Qimonda-Pleite wieder nach vorn!

Weitere Globalfoundries Werke gibt es derzeit in Saratoga im Bundesstaat New York und in Singapore. Die monatlichen Kapazitäten der Produktion liegen hier derzeit bei 60.000 bzw. 50.000 Wafern der Größe 300 mm. Auch hier sind weitere Investitionen geplant.

Schroeder Attends AMD Chip Factory Opening
Ein 300 mm Wafer aus Dresden

Globalfoundries  ist ein Joint-Venture aus der Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus Abu Dhabi und AMD.

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7 Reaktionen zu “Globalfoundries Dresden”

  1. jo

    wer glaubt denn ernsthaft daran, dass Chiphersteller in Europa noch geldverdienen können, wenn WIR unseren Elektroschrott sowieso bei Mediamarkt, Ebay und Co kaufen???
    Wer zahlt schon freiwillig 500,- mehr damit sein Computer auch einen Chip aus Europa beinhaltet? Welche Firma hat denn Vorteile in DD zu wirschaften, wo jeder Zusammenschrauber mindestens 10,-/Std. verdienen möchte, wo es doch in Asien oder neuerdings in Afrika für unter 1,-/Std. geht?

    Dresden sollte sich eher auf Wirtschaftszweige konzentrieren, die längerfristig funktionieren und bei denen die Kunden auch auf Qualität setzen und freiwillig mehr bezahlen als irgendwo anders. Stichwort Deutsche Werkstetten Hellerau.

  2. Alex

    Also Jo, dann schaffen wir halt mal eben 1000 Arbeitsplätze um Stühle und Tische, vielleicht auch für paar Scheichs zu produzieren. Wenn 10% der Welt mit Möbeln aus DD eingedeckt ist, können wir uns auch da Marktführer nennen. Hoffe Du verstehst ein wenig meine Ironie.

    Also was auch immer die Investoren sich dabei gedacht haben. Einen Kopp werden die sich schon gemacht haben, Hofft man. Es ist eine typisch deutsche Eigenschaft alles zu zerreden oder zumindest in Frage zu stellen. So seh ich das. Alles ist irgendwo mit Risiken verbunden. Wer nicht wagt, gelle? Und vielleicht setzen Kunden im Hochtechnolgie-Bereich auch auf Qualität statt auf Chips welche dann nach paar Stunden in Rauch aufgehen. Ich bin sehr froh das “HIER” etwas entsteht und nicht ANDERSWO!!

  3. Sven

    Alex, da haste Recht.

  4. jo

    klar tut man das. Allerdings auch nur bei Apple. Wer von euch sitzt gerade an einem Apple? Und wenn nicht, warum nicht? Ganz einfach, weil die meisten Menschen für Qualität nicht unbedingt mehr bezahlen wollen.
    Du hast schon recht, im Prinzip kann ja auch nicht viel passieren. Im schlimmstenfall macht das Werk wieder in ein paar jahren zu oder schafft wieder Arbeitsplätze ab. Siehe NOKIA in Bochum.

    Das Problem sind nicht die Chiphersteller oder ihre “Kunden im Hochtechnologie-Bereich”, sondern v.a. die grosse träge Masse die ihren Billigschrott bei Lidl und Co kauft und auf die GB und MhZ der Prospekte achtet, aber nicht auf die Einzelkomponenten oder einfach die Gesamtkonstruktion.
    Es ist ein gesellschaftliches Problem, das bei MIR und DIR beginnt. Wie soll man den Leuten heute beibringen das Geiz nicht geil, sondern was total krankes ist?? Wie soll man die Menschen dazubringen wieder Früchte und Obst aus der Region zu kaufen, wenn es garkeine Märkte mehr gibt oder die Fleischer der Region ihr Geschäft aufgeben müssen?
    Alles eine Kopfsache, die bei jedem Einzelnen hängt.

  5. Seb

    Im Prinzip kann man dir da nur Recht geben jo. Diese “Geiz ist geil” Mentalität ist auf jeden fall kontraproduktiv.
    Ich für meinen Teil zahle gerne mehr wenn dafür die Qualität stimmt, oder der Service besser ist.
    Zur Standortwahl muss man aber sagen das gerade in diesem Bereich die Lohnkosten nicht der Beweggrund sind sich für oder gegen den Standort Dresden, Deutschland zu entscheiden.
    Ich könnte jetzt hier eine komplette pro/kontra-Liste aufzeigen, aber das wäre glaube ich zuviel. Nur mal ein paar Ansätze:
    -genügend qualifiziertes personal
    -gute Energieverfügbarkeit
    -sehr gute Infrastruktur
    -politische Stabilität (vorallem auch ein sehr detailliertes Rechtssystem!)
    -gute Exportmöglichkeiten (EU)
    -starke Währung

    Nun setzt mal ein random Asiatisches Land an diese Stelle und schaut auf die gleichen Faktoren. 9€/h Mehrkosten pro Mitarbeiter fallen da kaum noch ins Gewicht. Natürlich haben die auch wieder ihre Vorteile wie z.B. geringere Auflagen bei der Entsorgung. Aber die oben genannten sind halt die Schlüsselfaktoren für so eine Investition.

  6. Alex

    @jo: Das was Du so allgemein betrachtest, da geh ich auch gern mit (ausgeklammert die Menschen, die (sozial) gar nicht in der Lage sind über Höherpreisiges oder Qualität nachzudenken)

    Im speziellen Fall hats Seb aber wirklich “sehr gut” zusammengefasst!

    Auch ist es ja so, dass die Zeit immer im Wandel begriffen ist. Es ist immer einfach ein Ergebnis (in diesem Fall ein negatives) vorweg zu nehmen. Nichts wird für die Ewigkeit sein. Dann kann man schnell sagen wie recht ich doch hatte. Aber wäre damals nicht Infinion gekommen, was wäre gewesen. Es hätte keinerlei Synergieeffekte gegeben. erst später gesellte sich AMD dazu und und und..Was sich hier in den letzten 15 Jahren angesiedelt hat ist aller Ehren wert und macht stolz. Gesamt 30.000 Arbeitsplätze wurden direkt und im gesamten Umfeld so neu geschaffen. Das es auch mal Rückschläge gibt, kann niemand ausschließen.

  7. ulfjansen

    Also zum 1. feed!!!!! Erstens kommt der “schrott” wie du ihn nennst, den du bei ebay oder mediamarkt kaufst auch event. aus dem werk aus dresden… denn Mediamarkt und ebay produzieren letztendlich nicht selber ihre chips und halbleiter… die handeln ja nur damit! Und bevor ihr hier weiter diskutiert, solltet ihr vielleicht wissen das in dresden nur die Wafer hergestellt werden. Diese werden u.a. für toshiba, ibm, magma, amd, arm, infineon produziert und in China oder sonstwo bei den jeweiligen Firmen verbaut… Also auch dort wo “made in china” draufsteht kann auch ein stück dresden drin sein.

    Und wenn toshiba oder sonst wer die chips verbaut hat, in laptops oder sonstwas…. dann wandern sie zu mediamarkt und co… hab auch noch nie jemand in dresden bei globalfoundries “elektroschrott” kaufen gesehen…

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