Bundespräsident Wulff gestern zu Besuch in Dresden

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Besuch des Bundespräsidenten und seiner Frau in Dresden. Stationen waren neben dem Landtag, ein Kindergarten in Moritzburg, die Galerie Neue Meister, die Palucca-Tanzhochschule sowie eine Dampferfahrt auf der Elbe.

Im Rahmen seiner Antrittsbesuche in den Bundesländern besuchte unser Bundespräsident Christian Wulff gestern als erstes den Freistaat Sachsen und natürlich Dresden. Eine Rede Wulffs im sächsischen Landtag bildete den Auftakt des Besuches. Darauf folgten ein Rundgang durch die Galerie Neue Meister im neuen Albertinum. Der Bundespräsident bekam dort Auskunft über die Hochwasserschutzmaßnahmen, die auch dieses Jahr in Sachsen weiter voran kamen.

Besuch im Kindergarten und Dampferfahrt nach Pillnitz

Kinder, Erzieher und Eltern in Moritzburg freuten sich am Nachmittag über den Besuch des Staatsoberhauptes in ihrem Kindergarten. Den Kindern wird hier von klein auf das Leben in einer Demokratie beigebracht. Anschließend ging es zurück nach Dresden in die berühmte Palucca-Tanzhochschule. Dann gingen Wulff nebst Gattin an Bord eines Elbedampfers. Auf der Fahrt zum Schloss Pillnitz waren auch 75 ausgewählten Sachsen dabei. Es gab während der Fahrt Gespräche mit 20 Einsatzkräften von Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen, die beim Hochwasser Anfang August im Freistaat im Einsatz waren.

Unschöne Bilder gab es im Landtag, als rechtsextreme NPD-Abgeordnete Plakate hoch hielten mit dem Slogan “Alle wissen es: Sarrazin hat Recht”. Wulff ging auf die Provokation, die von Saalordnern beendet wurde, aber nicht ein. Das störende Verhalten wird juristisch geprüft, kündigte Landtagspräsident Matthias Rößler an.

Sachsen als Vorbild

Lob erhielt die Bildungslandschaft in Sachsen und die stetig guten Pisa-Ergebnisse. Dass der Freistaat auf seiner Deutschlandtour die erste Station bildete, ist vor allem aus Anerkennung für das große Engagement bei der friedlichen Revolution 1989 zu werten. Die Montagsdemonstrationen in Leipzig und Dresden trugen zur Wiedervereinigung einen großen Teil hinzu. Schon sein Vorgänger, Horst Köhler, besuchte als erstes Bundesland Sachsen, das laut Wulff besonders in den Bereichen – Bildung, Forschung und frühkindliche Erziehung punktet. Nächste Station ist am 13. September 2010 das Land Thüringen. Der 51-jährige, erste Mann im Staat, erhofft sich viele Anregungen für den 3. Oktober, zu den Feierlichkeiten zu 20 Jahren Einheit zu sammeln. 18 Uhr hob seine Maschine wieder vom Flughafen Dresden ab.

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2 Reaktionen zu “Bundespräsident Wulff gestern zu Besuch in Dresden”

  1. Wulff zu Antrittsbesuch in Dresden Vorbild Sachsen – sueddeutsche.de | Weisseritz Chat

    [...] Bürgerengagement fördernWELT ONLINEDresden NPD-Abgeordnete stören Wulffs AntrittsredeFOCUS OnlineBundespräsident Wulff Besuch in DresdenDresden01 (Blog)RP ONLINE -bildungsklick.de -BILDAlle 157 [...]

  2. Denis

    Von den Sachsen kann man lernen. Publikumswirksam werden Reden gehalten über frühkindliche Bildung und eine Kita eines freien Trägers besucht, die sich auch dadurch auszeichnet, daß eine sehr enge Bindung mit der nahegelegenen freien Schule besteht.
    Für die Landtagssitzungen Mitte Dezember ist geplant über die Kürzungen für die freien Schulen abzustimmen. Dabei geht es auch um die Zuschüsse für Kinder, deren Eltern sich das Schulgeld nicht leisten können, was aber nötig ist um die gesellschaftliche Vielfalt auch in freien Schulen sicherzustellen. Konkurenz belebt die Bildungslandschaft.
    Ein Schelm wer dabei denkt, für die Selbstdarstellung der Sächsischen und Berliner Politik sind die freien Träger gut genug und ein paar Monate später wird signifikant eingespart.
    Die guten Pisaergebnisse Sachsens sind ein Blick in die Vergangenheit. Was heute an Fehlern begangen wird und an Kürzungen stattfindet, merkt man erst in 5-10 Jahren, doch dann ist es zu spät.
    Die Statistik selbstverständlich wird anderes behaupten. Natürlich weiß jeder daß die 40 Millionen Euro Baukosten für die Schulen in Dresden in der Statistik als Bildungkosten auftauchen, natürlich neben den Betriebskosten, Gehältern, bürokratischem Überbau. Das erklärt auch warum die überdurchschnittlich hohen Bildungsausgaben pro Schüler vor allem in östlichen Bundesländern zu finden sind, hier ist der Nachholbedarf bei Sanierung und Neubau am größten. Es ist nicht zu bestreiten, daß Baumaßnahmen die Kosten senken und ein angenehmes Lernumfeld schaffen. Indes motivierte, geschulte Pädagogen, eine vernünftige Ausrüstung, kleine Lerngruppen und Experimentierfreude neue Wege zu gehen erschließen sich durch die in Sachsen überdurchschnittlich hohen “Bildungsausgaben” nicht. Nicht selten sind auch die Kitas bis auf den letzten Platz gefüllt, diese Jahrgänge wechseln nun und zukünftig in die Schulen.
    Wer einige in der SZ abgedruckte Schulanfängerfotos gesehen hat, wird denken, kleine Klassen. Aus vielfältigen Gründen fehlte oft die Zustimmung zu den Gruppenfotos oder zum Drucken der Namen, daher sind auf nicht wenigen Schulanfängerfotos nur 20 Kinder, obwohl die Klassen mit 27 oder mehr Kindern mehr als vollgestopft sind. Da bleibt kein Raum für individuelles Lernen und Förderung.
    Es sei dem Herrn Bundespräsidenten Christian Wulff gewünscht, daß das Wahlvolk vergessen hat und er nach dem Beschluß der Kürzungen im Dezember 2010 nicht mehr damit in Verbindung gebracht wird. Die sächsische Landesregierung erweist ihm einen Bärendienst.

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