Dresden und die Umweltzone

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Keine Umweltzone für Dresden

So wie es in den letzten Tagen durch die Presse ging, soll Dresden vorerst wohl keine Umweltzone bekommen, obwohl in einigen Bereichen, vor allem in der Neustadt Probleme mit dem sogenannten Feinstaub existent sind. Grenzwerte werden überschritten.

Was die Stadt so vor hat.

Die Stadt will nun selbst versuchen die Luft sauberer zu machen. Dazu soll vor allem der öffentliche Nahverkehr attraktiver gestaltet werden. Tempo 100 auf stadtnahen Autobahnen und die Entlastung von Schiller und Körnerplatz durch die zukünftige Waldschlöchenbrücke werden ins Feld geführt.

Ob sich solche Maßnahmen innerstädtisch als wirksam erweisen, würde ich eher bezweifeln. Auch einen Erfolg, Innenstadtbesucher mehr an Bus und Bahn zu koppeln halte ich eher für unwahrscheinlich. Hat so etwas jemals funktioniert? Kann mich nicht erinnern. Könnte mir vorstellen, daß das eher eine Frage der Bequemlichkeit statt des Preises (bezuschußte Monatskarte?) ist.

Hauptsache Plakette ergattert.

Zumindest haben tausende Autofahrer erst mal ihre fahrenden Untersätze bzw. Frontscheiben mit den großen runden Plaketten verklebt. Etwas Geld in die Kassen zur Verteilung der selbigen hats dem ein oder anderen Anbieter ja auch gebracht. Erst mal Panik. Momentan also eher unnütz der Aufkleber, es sei denn man muß in andere Städte wie Berlin oder ins Ruhrgebiet.

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3 Reaktionen zu “Dresden und die Umweltzone”

  1. Dr. Azrael Tod

    Ich wäre ohnehin dafür möglichst stark den öffentlichen Nahverkehr zu fördern und PKW so gut wie möglich zu behindern.
    Wenn es sein muss auch so weit zu gehen, nur noch Anwohner in die Innenstadt zu lassen und ein Stück außerhalb (z.B. Flughafen) parken zu lassen und mit regelmäßigen S und Straßenbahnen zum Zentrum zu befördern.
    Die dürfen dann auch gerne ohne große Zwischenhalte in 10min in die Altstadt oder so fahren.

    Bereits jetzt verbringen Leute die quer durch die Stadt müssen ohnehin mehr Zeit im Auto als sie in der Straßenbahn brauchen würden. Jedes bisschen Verkehr das eingespaart wird, ist gut für die Stadt.

    …auf der anderen Seite bin ich auch einer der wenigen die zur Arbeit laufen können und besitze nichtmal ein Auto. Von daher bin ich wohl ziemlich parteiisch.

  2. Alex

    Behindern ist schon etwas radikal aber nach “Möglichkeiten” eindämmen wäre schon i.O., wenn denn Alternativen wirklich auch welche wären. Mit dem Fahrrad auf Arbeit ist ok (beneidenswert). Wenn man Pendler ist (wie ich) siehts schon anders aus. Muß halt durch die Stadt oder nehme zusätzlich noch einen 30km Autobahn Umweg auf mich. Im Tenor geb ich Dir durchaus Recht. Weniger Verkehr in der Innenstadt ist doch immer gut!

    Optimal sind die Gegebenheiten hier leider nicht. DD hat halt auch keinen Ring so dass Fahrzeuge zwangsläufig immer genau durchs Zentrum müssen oder sich dort treffen. Im Vergleich zu den Nachwendezeiten hat sich dennoch einiges verbessert, so zumindest mein Eindruck. So lang steht man nicht mehr im Stau (wenn nicht gerade Baustellen blockieren).

  3. Dr. Azrael Tod

    Natürlich ist das radikal :-D
    Andernseits ist das, was mindestens deutschlandweit gerade abläuft so ziemlich der Gipfel des Unsinns. Ich kenne viele Leute die jeden Tag 1-2h per PKW unterwegs sind, das natürlich schön in ner großen Kiste (man denke nur an die 12-16h/Jahr Urlaubsfahrt) mit Klimaanlage und möglichst viel PS und natürlich auch immer 1 Person pro Auto damit es sich richtig lohnt.
    Zum Glück wird sich das in hoffentlich absehbarer Zukunft dank steigender Preise etwas eindämmen und Wohnungen werden endlich wieder näher am Arbeitsort liegen müssen.

    Nur eins wurmt mich: Wenn Bahn und Co. schlau wären, würden sie bereits heute ihre Preise drastisch senken und wieder wirklich Massenbeförderungsmittel werden. Aber die planen halt immer noch auf kurzfristige Gewinne und maximalen Kapitalertrag. -.-

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