Ein Denkmal für Helmut Kohl in Dresden?

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Bekommt Dresden das erste Helmut Kohl Denkmal Deutschlands?

Na da ist ja wieder eine “überaus wichtige” Diskussion ins Rollen gekommen. Soll es in Dresden ein Denkmal für Altkanzler Dr. Helmut Kohl geben, welcher als “Kanzler der Einheit” seine berühmte Rede vor etlichen zehntausend Menschen im Dezember 1989 auf dem Dresdner Neumarkt, vor der Ruine der Frauenkirche hielt?

“Wenn die Geschichte es zulässt”… ist das Ziel die Deutsche Einheit. Viele werden sich daran erinnern.

Die Einen meinen, Kohl sei damals nur zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, an der richtigen Position gewesen. Die anderen wissen seine “gewichtige” Rolle (u.a. 2 plus 4 Gespräche) um die Deutsche Einheit, natürlich neben der damaligen Bürgerbewegung, zu schätzen. Ich zähle mich auch eher zu der zweiten Gruppe.

Aber nun gleich ein Denkmal oder eine Stele oder eine Gedenktafel? Gelder für solch ein Projekt scheint der Dresdner Finanzausschuß durchaus bereit zu genehmigen. Wenn auch mit einer geringen Mehrheit an Befürwortern. Eine mittlere fünfstellige Summe steht wohl im Raum.

Die CDU ist Träger dieser Idee. Die FDP stellt sich nicht quer. SPD, Linke und Grüne warnen hingegen vor einem neuen Personenkult und wollen in Dresden solch ein Kunstwerk nicht sehen.

Ich könnte mich maximal mit einer in den Boden gefassten Tafel anfreunden, welche an den Kanzler, seine Rede und die Bürgerbewegung 1989 an dieser Stelle erinnert. Alles andere wäre mir persönlich eine Nummer zu dick aufgetragen.

Uns würde mal Eure Meinung interessieren!

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14 Reaktionen zu “Ein Denkmal für Helmut Kohl in Dresden?”

  1. Olaf

    Im Zusammenhang mit Helmut Kohl die Wortkombi “zu dick aufgetragen” zu benutzen grenzt ja schon fast an ein Wortspiel.
    Absicht?

  2. Alex

    Wer weiss? :mrgreen: ;-)

  3. Dirk

    Ich war damals dabei und begeistert, ich finde sein Einsatz war mehr als nur am richtigen Ort gewesen. Die SPD war gegen die Einheit und trotzdem reicht eine Tafel! Danke Helmut und Danke an die Westdeutschen für den jahrelangen Verzicht (oder Einschränkungen) und an die ganzen Türken, denen wir Ossis den Job weggenommen haben ;)

  4. steff€n

    Bei dem ganzen Hin und Her darf man nicht vergessen, dass man dem Kohl die deutsche Einheit irgendwie zu verdanken haben. Was wäre gewesen wenn ein anderer Politiker einer anderen politischen Gesinnung an der Macht gewesen wäre, der die Einheit als Gefahr für seine Werte angesehen hätte?
    Zumindest sollte man dem Mann und seiner Rede irgendwie Würdigung erbringen, sei es durch eine Tafel an der Stelle der Rede oder als Denkmal. Mir ists wurscht. Wenn man bedenkt für welchen Unsinn in Dresden viel Geld ausgegeben wird, fällt auch was für so etwas ab.

  5. Ericka Eter

    Helmut Kohls Name ist historisch mit der Wiedervereinigung verbunden. Eine Tafel für diese Tatsache genügt.
    Ein Denkmal paßt in keinem Fall. Helmut Kohl hat Selbstdarstellung zur genüge zelebriert, das reicht für alle Zeiten!!
    Er war in keiner Hinsicht ein Vorbild für spätere Generationen, die Wiedervereinigung ist ihm zugefallen und er hat
    “ja” gesagt. Das ist alles. Dafür sei ihm Dank und das muß genügen.

  6. tilo

    In Dresden ein Denkmal für einen Waffenschieber und Steuerhinterzieher?
    Ihr habt es wohl im Kopf!!!

  7. Alex

    Den Nachweis oder die Diskussion ob Herr Kohl nun pers. Waffen verschoben oder Steuern hinterzogen hat wie behauptet, sollen Andere führen oder haben dies getan oder versucht zu tun. Soll nicht Gegenstand dieses Beitrages werden. Vielleicht steht es ja beides irgendwo rechtskräftig nachzulesen. Zumindest wäre dann eine Quelle für nicht involvierte gut wenn nicht angebracht!

    Zum Denkmal selbst hat er sich ja bereits geäußert. Einen Kult um seine Person lehnt er ab und solch ein Denkmal ebenfalls. Damit ist das Thema wohl auch vom Tisch.

  8. Marilena Tatoiu

    Ein Denkmal für den Altkanzler Kohl wäre ja nicht schlecht… ABER !!!

    in Dresden müßten dann erst einmal Denkmäler für Personen errichtet werden, die in dieser Stadt bisher noch keine Würdigung erfuhren, jedoch für diese Stadt viel taten.

    Beispiele (nur einige)

    Palucca: begründete von Dresden aus den modernen Ausdruckstanz

    Wilhelm Külz: Oberbürgermeister von Dresden, liberales Auftreten gegen die Nazis,

    Wilhelm Kreis, Hans Erlwein, Julius Gräbner und Max Hans Kühne, die vier bedeutendsten Architekten Dresden in den Jahren 1900 – 1945,

    Friedrich (Fritz) Bienert, Milionenerbe der Bienert-Mühlen Dresden, linksliberale Gesinnung, förderte moderne Künstler, hielt Kontakt zu Otto Dix u.a., und zeigte mehrfach Zivilcourage und Mut auch in der NS-Zeit, u.a. gab er bei der Beerdigung des jüdischen Bankiers Arnholds 1935 die letzte Ehre, hielt auch in der NS-Zeit Kontakte mit oppositionellen Künstler und Politiker !!!, unterstützte in den Jahren 1921/22 mit großen Brotlieferungen die Hungernden in der neuen Sowjetmacht.

    Fritz Löffler und Hans Nadler, Nestoren der Dresdner Denkmalpflege, unermüdliche Kämpfer gegen die Abbruchsentimentalität der SED-Behörden,

    dies nur einige, die auch etwas in Dresden Bleibendes bewirkten, jedoch längst vergessen sind/ oder werden

  9. Alex

    Da würde wahrscheinlich ganz Dresden voller Denkmäler stehen ;-) Schöne Aufzählung Marilena! Danke für Deinen Beitrag.

  10. der dude

    Wenn schon, dann auch ein Denkmal vor jeden von der Treuhand plattgemachten Betrieb!

  11. Reiner de Mosh

    für helmut kohl ein denkmal
    der seine frau verhöhte.
    der seine jungs verhöhnt.
    was hat er mit der wiedervereinigung zu tun
    nichts.
    reiner zufall bundeskanzler 1989
    wie ich jetzt auf dieser seite gelangt bin.
    bin aber kein steuerhinterzieher und berufslügner.

  12. Reiner de Mosh

    :razz:

  13. Peter

    Marilena Tatoiu spricht mir aus dem Herzen. Wenn ein Denkmal für Kohl kommt, dann bitte Schulter an Schulter mit Gorbatschow. Mich hatte man von der Seite meiner Frau (ich bin kein Steinewerfer) weggerissen. Wir beide waren allein an einer Polizeisperre und ich habe gefragt ob wir durch können. Ergebnis -> Bautzen -> Schnellrichterin -> Urteil = 2 Jahre. Nach 5 Tagen Bautzen entlassen. Dies haben wir meiner Meinung nach Herrn Gorbatschow zu verdanken. Bei den anderen Staatschefs wäre es nicht so glimpflich ausgegangen.

  14. tom

    Nein es reicht an Übertreibungen,heute sehe ich das Spiel mit den Menschen “Politik” nach allen erkenntnisse etwas anderst.Jeder hat die DDR auf seine Art und Weise erlebt. Wer sich unbedingt mit dieser damaligen Staatsmacht ohne Überlegung und Hirn politisch aber auch aus kriminellen Gründen anlegen wollte oder sein Leben und das seiner Kinder, einfach auf Spiel setzen wollte, hatte nichts zu lachen. Der größte Teil der Bevölkerung lebte sein eigenes Leben ähnlich wie die Westdeutschen, fern von der Politik. Heute wird vieles übertrieben und alles in den politischen Teil geschoben auch das privat erlebte erschaffene mit Mühe und primitiven Mitteln aufgebaute wird negativ dargestellt. Auch das was aus meiner sozialer Sicht übernehmenswert gewesen wäre. Die DDR war kein Rechtsstaat aber auch kein Unrechtsstaat wenn man sich im „normalen“ Rahmen der Gesetzgebung ala DDR bewegte. Der Versuch einiger Politiker und Leute die DDR mit dem dritten Reich zu vergleichen, ist schon, um es vorsichtig auszudrücken, mehr als abenteuerlich. Man muss aber unterscheiden vom politischen der DDR und vom privaten und sozialen menschlichen Bereich untereinander in der DDR, abseits der DDR Politik und dieses untereinander mit einander war um einiges besser und ausgeprägter! Was nützt mir heute die Reisefreiheit wenn ich sie mir nicht leisten kann oder das neuste Gesundheitssystem wo das Geld vielleicht nur oder der Rentner/Witwe der oder die, ein leben lang eingezahlt hat… nicht mal bei allen Abzügen für ein Gebiss ala Cart DDR reicht! Und vieles andere mehr. Auch die These einiger Parteien “das unerträgliche Leben in der DDR, gelte es weiterhin zu erinnern und nicht zu verharmlosen”, verdreht total den Sinn und Hergang der Ereignisse! Der DDR Bürger wollte nur in der Entstehung der Bewegung die DDR verändern, Reisefreiheit, Meinungsfreiheiten (welche schon in einem gewissen Rahmen oder Form möglich war) konvertierbare Währung bessere Versorgung.Obwohl die DDR für manche Drittländer ein Wohlstandsland und Vorbild war. Erst der Aufruf kommt, wer arbeiten will kommt hier zu was, ins blühende Land mit Begrüßungsgeld löste erst eine gewaltige Welle der Euphorie und Hoffnungen aus und lies den Verwandten Bekannten und Arbeitskreis in der DDR immer kleiner werden. Politisch ausgenutzt wurde der Ruf “wir sind ein Volk”. Betriebe Arbeitsstätten sollten zu 80% bleiben. Worte der Montagsdemo -Auf die Straße, -wir bleiben hier, -wir sind das Volk! Ein Volk was mit primitiven Mitteln Höchstleistungen brachte und ihre Verträge immer recht oder schlecht erfüllten und alles selber herstellte. Ohne wahnsinnige viele Überstunden aber auch mit genügend Freizeiten für die Familien mit sozialen Absicherungen. Mit der Grenzöffnung und Währungsumstellung brach die DDR Wirtschaft und ihre Abnehmer über Nacht zusammen. Den Rest gab die Treuhand mit deren unter Wert verkauf und deren übereilten auch nicht immer sauberen Privatisierung. Ereignisse die keiner so wollte! Wenn man gewusst hätte was uns erwartet wäre einiges anderst gelaufen…. Was sich heute die Politik wieder erlaubt ist wieder weit weg vom deutschen Volk, voller Widersprüche Mauscheleien, Überwachung, Bevormundung, Lügen, in einen sinnlosen Krieg verwickelt, für was lassen wir uns auf so einen Dreck ein, wo junge Leute und Unschuldige,viele Kinder sinnlos sterben, wo keiner fragt für was ,,, sonst immer üblich ist, wer soll das bezahlen ! Der 50 Milliarden kostet und die Meinung und Mehrheit des deutschen Volkes verachtet .. Wo man uns heute schon wieder sagt was Gut und Böse ist, und unsere kritische Bemerkung oder Behauptungen als Verklärung Verharmlosung und Undank hinstellt, man hat uns ja aus der Gosse geholt… Solche Äußerung werden vermehrt auf Widerstand und Feindschaft stoßen.So wie Politik und Verhältnisse heute wieder wirklich sind, sind einige Grenzen wieder überschritten. Manche wollen das ungern einsehen. Und manche finden diesen Mut etwas dagegen zu sagen, sogar beängstigend. Lieber würden sie wieder in der Unwahrheit leben…. aber lassen wir das für mich war es mit die beste Zeit auch vom Alter her, ob mit Stasi oder ohne es bleibt immer die benutzte Hure Politik, das Spiel mit dem Menschen das schon immer geschichtlich Generationen, Familien Freunde total zerrüttet und gegen einander aufgebracht hat.Es hat sich nichts geändert wir sind genau an dem Punkt wieder wo andere Generationen schon scheiterten.

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