Kinder in Dresden

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Wenn man durch Dresdens Straßen läuft, begnet man sovielen schwangeren Frauen und jungen Müttern und Vätern mit ihren Sprösslingen im Kinderwagen, wie in keiner anderen deutschen Stadt. Die Landeshauptstadt Sachsens ist weiterhin die geburtenstärkste Stadt Deutschlands.

War einst München die geburtenreichste Stadt, so ist es nun die sächsische Landeshauptstadt. Im Jahr 2009 kamen hier 5.609 Babys zur Welt. Auch der Dresdner Fotograf Amac Garbe, selbst natürlich auch Vater eines Sohnes, ist davon begeistert. Vor zwei Jahren begann er deshalb mit seinem Fotoprojekt „Familienbilder”, welches das Familienleben vieler Dresdner Eltern und Kinder in ihrem Zuhause im Foto festhält.

Rechtzeitig Krippenplatz und Kindergarten beantragen

Der Geburten-Boom macht es erforderlich, rechtzeitig einen Betreuungsplatz zu beantragen. In letzter Zeit wurden tausende neue Krippen- und Kindergartenplätze geschaffen. Man stellt sich in der Stadt auf diese Entwicklung ein. Zirka 18.600 Kindergarten- und 6500 Krippenplätze gibt es bereits, dazu kommt natürlich das Angebot der vielen Tagesmütter. Selbst in Geschäften und Restaurants findet man immer häufiger Kinderspielmöglichkeiten.

Vater mit Kinderwagen - Normales Bild in Dresden

Studieren mit Kind

Die Dresdner sind im Durchschnitt 27 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Kind bekommen und viele von ihnen studieren an der Universität. Auch hier wurden bereits zwei Kitas mit 230 Plätzen sowie eine Kurzzeitbetreuung, das „Campusnest” eingerichtet. Immerhin sind 3.000 der 40.000 Dresdner Studenten Eltern, drei Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Zudem bieten auch viele Firmen ihren Mitarbeitern, Lösungen wie Betriebskindergärten und Krabbelgruppen an.

Dresden wächst

Der Aufwärtstrend der Neugeborenenzahlen scheint anzuhalten. Im vergangenen Jahr 2010 erblickten in Dresden rund 6.000 Babys das Licht der Welt. Es werden in der Stadt mehr Kinder geboren, als Menschen diese Welt verlassen. Daher wächst die Stadt seit wenigen Jahren sogar, was zusätzlich noch durch den Zuzug vieler Menschen begünstigt wird.

Amac Garbes Familienbilder sind übrigens noch bis zum Sommer im Au Chérie in der Böhmischen Straße 18 in Dresdens Neustadt zu sehen.

Quelle und mehr zum Thema: faz.net Artikel vom 22. März 2011

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6 Reaktionen zu “Kinder in Dresden”

  1. Alex

    “Es werden in der Stadt mehr Kinder geboren, als Menschen diese Welt verlassen”? Na Sebastian, das wären dann aber doch recht viele. Da wären wir wirklich ne Weltstadt! ;-)

    Trotzdem schön zu hören. Ein jährlicher Trend.

  2. Sebastian

    Diese Angabe ist natürlich auf die Stadt bezogen ;-)

  3. babypaketeria

    Schöne Entwicklung in Dresden, aber mir fehlt ein bisschen die Ursache/Interpretation. Warum gibt es denn in Dresden mehr Kinder als im sonstigen Deutschland? Vor allem ja in einem Bundesland in dem die eigentliche Entwicklung genau in die andere Richtung geht.
    Genauso ist es mit der Entwicklung an der Uni bzw. unter den Studenten. Es ist sehr schön, dass es diesen Trend gibt aber auch hier stellt sich mir die Frage warum das gerade in Dresden so ist.

  4. Sebastian

    Weil Dresden eine aufstrebende Stadt ist, in der es sehr lebenswert ist, die Rahmenbedingungen was Kinderbetreuung angeht sehr gut sind. Fühlen sich die Menschen sicher – sozial und wirtschaftlich, dann sind sie auch eher bereit ihren Kinderwunsch zu erfüllen, das scheint eben in Dresden der Fall zu sein. Die Geburtenraten sind aber auch in anderen Deutschen Großstädten derzeit steigend, das wollen wir nicht verschweigen, der Trend geht wieder zum Kind und Zweitkind – eine schöne Entwicklung!

    Leider sind Teile Sachsens nicht so gut aufgestellt wie seine Landeshauptstadt, höhere Arbeitslosigkeit, geringere Perspektiven, das macht dann eben den Unterschied, der sich auch durchaus in den Geburtenzahlen ausdrückt.

  5. erzieherin

    Gerade die Entwicklung an den Universitäten finde ich sehr interessant und gut dass es von so vielen jungen Menschen angenommen wird. An meiner alma mater gab es auch sehr viele Bestrebungen eine “familienfreundliche Uni” zu sein. Die im Kern auch geglückt sind, nur hat sich das glaube ich nicht auf die Zahl der Studierenden mit Kind niedergeschlagen.

    Es scheint ja aber gesamtgesellschaftlich so zu sein, dass auch gerade Akademiker ihre Werte wieder verschieben und früher Kinder bekommen wollen. Ich glaube die hochkapitalistische Phase der 90er und 00er Jahre ist vorüber und es werden neben Karriere und Geld auch wieder andere Werte in die PLanung mit einbezogen.

  6. Alex

    Weiß nicht ob man das “gesamtgesellschaftlich” so sehen kann. Jedoch gibt es scheinbar den Zusammenhang: Je weniger existenzielle Ängste bestehen oder in dieser Richtung erfolgreich gegen gearbeitet/ gewirtschaftet wird (siehe auch Dresden), desto mehr wird sich der Einzelne wieder anderen (sozialen, familiären) Werten widmen bzw. widmen “können”.

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