Blick vom Altmarkt zur Frauenkirche

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Wird der Blick vom Altmarkt zur Frauenkirche bald Geschichte sein? Wieder mal Gesprächsstoff zwischen Altmarkt und Neumarkt.

Ja die Dresdner Streitkultur bekommt mal wieder Belebung. Die Waldschlösschenbrücke soll ja immer noch abgerissen werden.

Irgendwie im Wechsel kommt dieses Thema mit den Bauten am und um den historischen Neumarkt zum Tragen. Der Neumarkt bzw. seine Einflugschneise aus Richtung Altmarkt  ist nun an der Reihe und sorgt für Gesprächsstoff.

Ein neuer Bau oder besser gesagt “Neubau” wird jetzt Stein des Anstoßes werden. Nein, er ist schon. Zwischen Heinrich-Schütz-Residenz und Kulturpalast soll ein modernes Büro- und Geschäftshaus entstehen.

Erinnert man sich an die Diskussionen um den Bau eines hypermodernen Gewandhauses (2007) am Neumarkt, muß man sich fragen, warum man an dieser exponierten Stelle bzw. diesem Areal immer mit dem Wagnis eines Neubaus der Moderne kommen muß?

Warum kann an diesem doch recht sensiblen, historischem Ort und seinen Ausläufern nicht einmal dem (ich unterstelle) mehrheitlichem Willen der Dresdner entsprochen werden? Man weiß doch, das man hier eh den Unwillen der Bürger heraufbeschwört.

Ein historisches Disneyland will ja niemand…

Nichts gegen die Moderne und einem sicher gelungenen Entwurf eines Bürohauses. Alles ist streitbar und so schlimm ist die Studie wirklich nicht. Aber unbedingt da? Ja als Dresdner kommt man eben immer wieder zu dieser Fragestellung. Nein wir wollen nicht ausschließlich ein Zuckerbäcker-Disney erschaffen aber passen solls eben schon.

Blick vom Altmarkt zur Frauenkirche

Der Blick vom Altmarkt zur Frauenkirche wird so oder so irgendwann einem Bau weichen müssen. Aber irgendwie sollte das Kuppelkreuz der Frauenkirche dann schon lieber über einem ins Ensemble passenden Gebäude tronen, statt das Dach eines Büroneubaus zu krönen.

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5 Reaktionen zu “Blick vom Altmarkt zur Frauenkirche”

  1. ITsax.de auf dem 1. Sächsischen IT-Anwenderforum in der „Stadt der Moderne“ » Fiberbeton.de

    [...] mit ähnlichem Inhalt für moderneAufruf der Anarchistischen Gruppe Freiburg « Anne [freiburg]Blick vom Altmarkt zur Frauenkirche Dieser Beitrag wurde unter Management veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. [...]

  2. Franz gerstner

    Seit Jahren verfolge ich interessiert aus München und besuchsweise auch vor Ort die rege Bautätigkeit und die damit verbundenen Streitigkeiten in der Innenstadt Dresden. Ich bin selber als Ing. im Bauwesen tätig gewesen und kenne die Profilierungssucht und Unfähigkeit einiger Architekten sich einer historischen Patzgestaltung unterwerfen oder einfühlsam eingliedern zu können. Es gibt sicherlich häßlichere Neubauten als dieses Bürohaus. Das macht es aber an dieser Stelle nicht besser. Leider gibt es aber wohl keine Stadverwaltungen und deren Architekten mehr, die noch wie unsere Altvorderen ein natürliches Empfinden für wichtige Blickachsen besitzen. Es wird eben alles dem Kommerz oder einer kurzlebiger “Show” geopfert. Deshalb stimme ich mit Ihrer Meinung voll überein, in der Hoffnung daß das Gebäude in dieser Form und und Höhe nicht verwirklicht wird. Ich bin aber schon dankbar, wenn sich kein Flachdachbau vor den Blick auf die Frauenkirche schiebt. Über die Panorama Web cam verfolge ich auch den Wiederaufbau des Ensembles nahe dem Schloß. Wenn alles steht, bin ich sicher daß auch die ewig “Modernen” diese Ensembleschließung gut heißen werden. Das Gesicht Dresdens wird wiederhergestellt. Deshalb kommen die Menschen. Moderne, übermorgen schon wieder unmoderne Architektur kann man in genug anderen Städten “bewundern” das Abfallsdatum steht bereits nach der Fertigstellung darauf. nur Qualität hat Bestand! Schönen Gruß aus München : ;-)

  3. Alex

    Vielen Dank Frank für Ihre ausführlichen Gedanken, die auch wir teilen und Ihr Interesse an Dresden. Nicht nur am Neumarkt, auch generell gibts ja immer wieder viel Neues in der Stadt. Und da sollte dann natürlich auch Platz für die Moderne oder für Gewagtes sein. Selbst im innerstädtischen Bereich gibt es mit Sicherheit noch Stellen zum “Tüfteln”. So zum Beispiel um den Postplatz.

    Na schau´mer moi! Auf bald am Neumarkt! Viele Grüße zurück nach München! ;-)

  4. Martin

    Zuckerbäcker Disney? Das ist Polemik, davon ist Dresden weit entfernt, und über die braucht man nicht mehr zu diskutieren. Lieber sanft historisieren statt das Ensemble zu zerstören.

    Das Gebäude muss sich schon gut einfügen. Dieses jetzt geplante Gebäude ist eine einzige Provokation. Die Verantwortlichen bei der Stadt sollte man zur Rechenschaft ziehen und gegen geeignete Personen ersetzen.

  5. Frank

    Alles gut und schön, Dresden sollte sich von seiner restrektiven Grundhaltung lösen. Ich sehe keinen Grund ständig in diese nicht endenden Debatten zu verfallen (siehe Brückenthema oder neumarkt).

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