Blick in Dresdens Kanalisation

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Dresden ist um ein Kunstprojekt reicher. Auch hier herrschen erneut zweigeteilte Meinungen über Umsetzung und Sinn, aber nun ist der “Trichter” da, der einen wirklich kleinen Einblick in Dresdens Kanalisation bietet.

Die städtische Kunstkommission hatte sich bei der Ausschreibung „ästhetische Irritation“ vorgestellt und wählte für die Realisierung des Projektes den Entwurf von der Berliner Kunstprofessorin Franka Hörnschemeyer aus. Der begehbare Trichter befindet sich an der Ecke von Dr.-Külz-Ring und Seestraße (zwischen Karstadt und Altmarkt-Galerie). Einige Stufen geht es die trichterförmig eingefasste Treppe herab, bis man vor einer dicken Scheibe steht.

Kanalsystem aus dem 19. Jahrhundert

Zu sehen sind Teile des Abwasserkanals und des historischen Seetors. Man bekommt einen Einblick in die Welt unter den Straßen und Fußwegen. Durch das Kunstwerk soll eine bedeutende Ingenieurleistung der Dresdner gewürdigt werden. Die Stadt zählt zu einer der ersten in Deutschland, die im 19. Jahrhundert ein Kanalsystem für das Abwasser errichteten. Finanziert wurde der Bau zum Großteil aus Privatspenden.

“Trichter”, ein 2003 ausgewähltes Projekt an der Ecke Dr.-Külz-Ring / Seestraße auf dem Gelände des ehemaligen Seetores. Blick in die Kanalisation.

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3 Reaktionen zu “Blick in Dresdens Kanalisation”

  1. Alex

    Cool! Ich sehe schon, war lange nicht mehr in der Stadt. Interessant wäre zu wissen, ob es nicht nur die übliche Kanalisation gibt, sondern auch eine zu entdeckende Unterwelt ala Berliner Unterwelten. Dort gibts ja recht interessante Führungen und ein kaum zu bewältigendes Interesse. Das wär mal was!

  2. toggi

    Oohh des ist ne tolle Idee…nee mal ehrlich…eine kloake(auch wenn sie historisch ist)finde ich es nicht wert so viel Geld auszugeben
    :???:

  3. Kritiker

    Ich schäme mich regelrecht als Bürger Dresdens für so eine Umsetzung und bekunde an dieser Stelle gerne mein begründetes Unverständnis. Es ist schon ein sehr befremdliches Verständnis von Kunst, Exkremente beobachten zu können.
    Was mich an dieser Sache am meisten aufregt ist die Verwendung von Steuergeldern für eine absolute Unnötigkeit. Hierfür habe ich keinerlei Verständnis. Das Geld wird an wichtigen Einrichtungen, wie Schulen gebraucht!
    Nun kann der eine oder andere sicher kritisieren, dass ich keine konstruktive Kritik geäußert habe, obwohl meiner Meinung nach eine emotional gerichtete subjektive Einschätzung durchaus ausreichend wäre. Daher nun zu dieser: Wenn man das Bedürfnis verspüren sollte, der Bevölkerung auf einem städtischen Platz die Kanalisation näher zu bringen, dann doch bitte mit Informationen zur Geschichte, Reiningung, etc. und ganz sicherlich nicht als Kunst. Für Letzters reichen die Klärwerke aus, welche auch zu besichtigen sind.

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