Das einheitliche Abitur?

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Auf dem Weg zum einheitlichen Abitur?

Die Sächsiche Zeitung befasst sich heute mit dem zukünftigen, gemeinsamen Abitur. Wohlgemerkt betrifft dies in geplanten 2 Jahren erst einmal nur 6 Bundesländer (Sachsen, Hamburg, Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig Holstein). Eine Horrorvorstellung wohl so manch anderer Bundesländer und Kultusminister, verfolgt man die Diskussion in den vergangenen Jahren. Es herrschen auf diesem Gebiet Sturheit und Stillstand.

Neue Idee?

Ein gemeinsames Abitur, Prüfungen am selben Tag, mit den selben Aufgabenstellungen, zumindest in den Hauptfächern wie Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen sind angedacht und werden seit 2008 vorbereitet. Eine neue Idee, ein neuer Schritt auf den man bald stolz sein kann? Für gesamt Deutschland nach 1990 mag es vielleicht stimmen. Das dies so neu aber nicht ist, braucht man bei älteren Semestern hierzulande jedoch nicht zu erwähnen.

Warum wir in diesem Jahrtausend in mancherlei Hinsicht noch immer in Kleinstaaterei wie vor Kaisers Zeiten leben, will sich uns nicht wirklich erschließen. Wir wollen deshalb gar nicht über Veränderungen diesbezüglich unken, sondern empfinden es als einen winzigen Schritt in eine für uns richtige Richtung.

Bei den Schulsystemen sollte begonnen werden.

Zäumt man aber das Pferd nicht von hinten auf? Es beginnt doch immer wieder mit der selben Frage, nämlich ob in der Bundesrepublik überhaupt zig Schulsysteme und noch mehr unterschiedliche Lehrpläne benötigt werden? Der Sinn des sturen Föderalismus auf diesem Gebiet erschließt sich uns und wir behaupten der breiten Masse überhaupt nicht.

Verweist man wie oben angedeutet auf das Schulsystem bspw. der ehemaligen DDR, um in deutschen Landen zu bleiben, so soll hier bei Gott keine Ostalgie betrieben werden. Hier geht es nicht um Gleichmacherei und der ideologische Aspekt gehört natürlich ausgeblendet. Der Verweis könnte jedoch, wie oft völlig zu Recht erwähnt, auch zu skandinavischen Ländern wie Finnland zeigen, welche in Sachen Bildungspolitik weltweit führend sind. Hier gibt es durchaus Parallelen zum System des ehemaligen Osten Deutschlands.

Kleine  Reformen sind gut und schön. Aber werden wirklich große und grundlegenden Veränderungen so nicht schon wieder verbaut? Oder ist Schritt für Schritt in diesem Fall doch besser, bis sich auch die Letzten besinnen? Wenn sich bereits (endlich!) Länder zusammentun, so kann man vielleicht für die Zukunft hoffen. Im Moment ist an eine wirkliche Reform jedoch nicht zu denken.

Warum werden die Vorteile eines bundeseinheitlichen Schulsystems nicht wahrgenommen?

- Flexibilität bei länderübergreifenden, arbeitsbedingten oder notwendigen Wohnortwechseln (Minimierung bzw. Ausschluß der sich daraus ergebenden Probleme für Eltern und gerade für die Kinder, Vereinfachung der Entscheidungsfällung für solche Umzüge. Vermeidung notwendigen Pendelns)

- einheitlich und schnelles Reagieren auf neue Bildungsstandards und Anforderungen.

…um nur wenige aber wichtige Punkte zu nennen.

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