Leinenpflicht für Hunde in Dresden

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Immer wieder liest oder hört man von Zwischenfällen, bei denen Menschen von Hunden gebissen werden und dabei teilweise schwere Verletzungen davontragen. Auch in und rund um Dresden gibt es genügend Vorfälle.

Erst vor Kurzem musste ein zweijähriges Mädchen aus dem Vogtland, das durch einen Hundebiss schwer verletzt worden war, in eine Spezialklinik nach Dresden gebracht werden, um hier nach der Erstversorgung weiterbehandelt zu werden. Leider sind solche Ereignisse keine Seltenheit, obgleich die Leinenpflicht für Hunde die Problematik schon eingedämmen konnte. Nicht selten geht die Gefahr jedoch vom eigenen Haustier aus. Oft sind Kinder die leidtragenden, die durch die sonst eigentlich so lieben Vierbeiner unvermittelt angegriffen werden.

Nun, wo es draußen endlich wieder wärmer wird und es uns alle an die Frische Luft treibt, sind auch wieder viele Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Freunden zum Beispiel in den öffentlichen Parkanlagen und an den Elbwiesen unterwegs. Als ungefährlich geltende Hunde dürfen da auch ohne Leine herumtollen und spielen. Wie verhält es sich aber mit als gefährlich eingestuften Hunderassen, den umgangssprachlichen Kampfhunden? Dazu im Folgenden ein Auszug aus dem in Dresden geltenden sächsichen Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden:

§ 6 Anlein- und Maulkorbpflicht

(1) Gefährliche Hunde sind außerhalb entsprechend sicher umfriedeter Grundstücke sowie in Treppenhäusern und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern an einer geeigneten Leine zu führen und haben einen Maulkorb zu tragen.
(2) Der Halter darf die Führung eines gefährlichen Hundes außerhalb seines befriedeten Besitztums nur Personen überlassen, die nach Alter sowie körperlicher und geistiger Verfassung zur Führung eines gefährlichen Hundes in der Lage sind.
(3) Das gleichzeitige Führen von mehreren gefährlichen Hunden durch eine Person ist unzulässig.
(4) Gefährliche Hunde dürfen nicht auf Kinderspielplätze, auf gekennzeichnete Liegewiesen oder in Badeanstalten mitgenommen werden…

Hunde müssen demzufolge auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, sofern diese nicht als Freilaufflächen ausgewiesen sind, zum Schutz von Mensch und Tier stets von einer geeigneten Person an der Leine geführt werden. Grün- und Erholungsanlagen im Sinne dieser Polizeiverordnung sind allgemein zugängliche, insbesondere gärtnerisch gestaltete Anlagen, die der Erholung der Bevölkerung oder der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes dienen, also zum Beispiel der Große Garten. Dazu gehören auch Verkehrsgrünanlagen und allgemein zugängliche Kinderspielplätze sowie Park- und Sportanlagen.

Gefährliche Hunde

Als gefährlich werden in Sachsen vor allem American Staffordshire Terrier, (American) Pitbull Terrier und Bullterrier eingestuft. Die Frage, die sich dennoch viele Kritiker stellen ist, ob man die ausgehende Gefahr an der Rasse festmachen sollte, denn eine mögliche Aggressivität könne ebenso von der Sozialisierung des Tieres und von seinem Halter abhängen.

Eines der ungefährlichen Exemplare

Einige wichtige Verhaltensregeln

- Niemals vor dem Hund weglaufen
- Nicht schreien, das verursacht zusätzliche Aggressivität
- Dem Hund niemals intensiv in die Augen starren
- Keine Hunde streicheln, wenn dessen Herrchen nicht dabei ist.
- Den Hund nicht von hinten anfassen
- Nicht nachgehen, wenn der Hund zurückweicht.

Was tun nach einem Hundebiss?

Am besten ist es natürlich einen Arzt aufzusuchen. Vorab kann man selbst einige Maßnahmen ergreifen. Die Wunde muss gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Dann sollte ein steriler Verband mit einer Kompresse darunter angelegt werden. Die Verletzung muss in der darauffolgenden Zeit genau beobachtet werden. Muskulaturschädigungen und Wundinfektion sind mögliche Folgen von Hundebissen, die man nicht sofort sieht. Unbedingt zum Arzt sollte man gehen, wenn die Wunde anschwillt, schmerzt oder sich rötet, man Fieber bekommt oder ein roter Strich von der Wunde wegführt, was auf eine Blutvergiftung hindeutet. Eine aktuelle Tetanusimpfung ist ebenso wichtig, wie eine Tollwutimpfung wenn man im Ausland von einem Hund gebissen wurde.

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Nun wollen wir aber den Teufel nicht an die Wand malen und Angst vor Hunden verbreiten, denn in den meisten Fällen sind es doch liebenswerte Weggefährten des Menschen, die das Leben seiner Besitzer Tag für Tag bereichern.
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Eine Reaktion zu “Leinenpflicht für Hunde in Dresden”

  1. Röhnick

    im obigen Text heißt es “Hunde müssen demzufolge auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, sofern diese nicht als Freilaufflächen ausgewiesen sind …” Hier ist nicht von gefährlichen Hunden (lt. Polizeigesetz) sondern von Hunden schlechthin die Rede, sondern Hunde samt und sonders müssen angeleint sein, außer auf ausgewiesenen Freilaufflächen.
    1. Wie sind Freilaufflächen ausgewiesen
    2. Wo in Dresden gibt es ausgewiesene Freilaufflächen, kann man einen Lageplan haben?

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