25 Jahre Mauerfall und tausende Geschichten

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Ein Viertel Jahrhundert ist seit den Ereignissen, die Deutschland letztlich wieder zusammenführten vergangen. Viel gibt es über diese aufregende Zeit zu berichten, in welcher sich nicht nur zwei Staaten, sondern auch viele Familien und Freunde wieder vereinten.

Irgendwie kommt man doch immer wieder auf das Thema „Wendezeit“. Natürlich in diesem Jahr besonders durch den 25. Jahrestag des Mauerfalls. Diese Zeit brachte so viele Geschichten hervor, wie kaum eine andere. Neben Berlin, als Haupthandlungsort der Ereignisse, spielte auch Dresden als Zeugnis für den DDR Alltag eine Rolle. Ja auch aus dem sogenannten „Tal der Ahnungslosen“ war der Drang und der laute Schrei nach Freiheit zu spüren und deutlich zu vernehmen.

Besonders brisant waren die Geschehnisse um den Dresdner Hauptbahnhof, an die sich gewiss jeder Elbestädter, der dies damals verfolgt hat, noch gut erinnern kann. Die Vorgeschichte sei an dieser Stelle kurz wie folgt beschrieben:

Die Fahrt in die Freiheit

Im September des Jahres 1989 wurden die Botschaften der BRD im polnischen Warschau, im tschechischen Prag und die Ständige Vertretung in Ost-Berlin durch DDR Bürger besetzt. Dies geschah mit der Veranlassung, dadurch eine  Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland zu erzwingen. Als der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 die bundesdeutsche Botschaft in Prag besuchte und verkündete, dass alle sich in den o.g. Botschaften befindenden DDR-Flüchtlinge ausreisen dürfen, war die Nachricht kaum zu glauben und löste unheimliche Erleichterung aus.

Schon ab dem 1. Oktober 1989 wurden Sonderzüge eingesetzt, um die Ausreisenden aus den besetzten Botschaften in das Gebiet der damaligen Bundesrepublik zu befördern. Ziel war die bayerische Stadt Hof. Und hier kam dann auch Dresden ins Spiel, denn die Reiseroute führte durch die Stadt und über deren Hauptbahnhof. Am 4. Oktober kam es hier zur gewaltsamen Eskalation, als Bürger versuchten an Bord des Zuges zu gelangen. Ich selbst habe dazu erst die Geschichte eines Zeitzeugen gehört, der sich damals in einer Kaserne der Nationalen Volksarmee befand und nur vereinzelt mit Informationen versorgt wurde. Er erfuhr, dass es in Dresden Ausschreitungen gab und hatte in diesem Moment große Angst um seine Familie in Dresden. Keiner wusste in diesen Augenblicken, was geschehen würde.

Ost-West Freundschaft

Sehr interessant ist auch eine Story, die zwei ehemalige Berliner Grenzwächter zusammenführte. Der eine sicherte damals den Osten ab, der andere den Westen. Damals war der Kontakt zum Kollegen auf der anderen Seite untersagt. Heute gibt es diese Barriere nicht mehr und es entstand Jahre später eine Freundschaft. Der Animationsfilm “Wall and Chain”, den Airbnb anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Mauerfalls produzieren ließ, erzählt diese wahre Begebenheit.

Quelle: Video auf Youtube:  “Wall and Chain: a story of breaking down walls” von Airbnb

Zum Glück blicken wir heute insgesamt auf eine friedliche Revolution zurück! Die Geschichte hat sich zum Guten gewendet und man erinnert sich in aller Welt an die Nacht des 9. November 1989, in der der eiserne Vorhang fiel, der lange Zeit Ost und West trennte. Der Einigungsprozess ist mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen und wird noch viele Jahre für sich vereinnahmen. Jedoch was hier – und da spreche ich speziell als Dresdner – in den vergangenen 25 Jahren entstanden und bewegt worden ist, macht mich sehr stolz und zuversichtlich.

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