DSL in Dresden vs. Offenes WLAN

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In sehr vielen Dingen gilt Deutschland als innovativ und nimmt eine Vorreiterposition ein. In Sachen Internetnutzung zählen wir Deutschen jedoch nicht gerade zur weltweiten Spitze. Aber es tut sich langsam etwas. Nach einer langen Verzögerung, soll Dresdens Innenstadt ein offenes WLAN-Netz bekommen. Das eigene, private DSL für zuhause, wird es jedoch nicht ersetzen können – soll und darf es auch nicht.

Mitte 2015 soll es losgehen. Laut Matthias Hundt von der „Dresden Information GmbH“ (DIG) wird das für Touristen und Dresnder zugängliche Gratis-WLAN schrittweise ausgebaut. Die DIG wird dabei das Netz aufbauen und betreiben. Geplant war das Rollout schon für den Beginn des vergangenen Jahres, doch Wettbewerbsprüfungen verzögerten das Projekt. Ab Sommer soll man dann mit Smartphone, Tablet oder sonstigen mobilen Geräten ins Netz gehen können. Firewalls werden dabei für sicheres Surfen sorgen.

Heimisches DSL dennoch wichtig

Als Ersatz für das private DSL-Home-Network soll das WLAN jedoch nicht dienen. Im Gegenteil, der Plan sieht vor, technische Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass die Bewohner der Innenstadt das kostenlose Stadtnetz als Ersatz für ihre DSL-Anschlüsse verwenden. Sicherlich kam es auch deshalb zu Verzögerungen, da für die Umsetzung dieser Barrieren erst einmal Lösungen gefunden werden mussten. Man darf gespannt sein, wie diese aussehen werden.

Da aber ohnehin immer mehr Geräte über das heimische DSL gesteuert werden können und auch die größere Bandbreite des Internetzugangs in den eigenen vier Wänden viele Vorteile hat, wird auch kaum jemand in die Versuchung kommen, das öffentliche WLAN auch zuhause zu nutzen. Da ist man mit einem guten Internet-Anbieter und dem, den eigenen Ansprüchen entsprechenden DSL-Tarif zum Beispiel von 1und1, besser beraten. Aktuell belebt die Konkurrenz hier ja offenbar das Geschäft und Nutzer freuen sich über günstigere DSL-Anschlüsse als je zuvor.

Vier-Jahres-Plan

Bis das gesamte kabellose Dresdner Netz fertig ausgebaut sein soll, werden etwa vier Jahre vergehen. Vier Jahre in denen sich auch auf dem Markt der mobilen Internetzugänge mit Sicherheit sehr Vieles tun wird. Der große Vorteil sind deren flächendeckende Nutzungsmöglichkeit und sie laufen ohne ein vorgeschaltetes Einwahlportal. Schon jetzt hat eigentlich fast jeder eine Flatrate, die Geschwindigkeiten steigen durch LTE und auch die Roaming-Angebote für Touristen werden interessanter. Wer wird dann noch vom mobilen Netz ins WLAN wechseln?

Wie auch immer, die ersten Hotspots sollen pünktlich zur warmen Jahreszeit in Dresden aktiv sein. Wenn man sich also unter freiem Himmel auf dem Neumarkt oder dem Theaterplatz befindet, hat man die Möglichkeit sich ins gratis WLAN einzuwählen. Die beiden Plätze sollen die ersten Orte sein, die versorgt werden. Es folgen Stück für Stück weitere touristisch besonders attraktive Gebiete wie der Zwinger, der Altmarkt und die Hauptstraße, später auch die Areale am Flughafen und der Campus der TU-Dresden. Ob das neue Angebot tatsächlich wie geplant, Dresden als Reiseziel und für Kongresse attraktiver machen wird, muss sich zeigen. Letztlich ist es schon ein Schritt in die richtige Richtung.

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