Schneller vorankommen im Stadtverkehr durch intelligente Verkehrsleitsysteme

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In Dresden soll der Verkehr besser fließen. Intelligente Verkehrsleitsysteme sollen den Verkehr lenken und für ein schnelleres Vorwärtskommen sorgen. Das freut nicht nur die Dresdner, sondern auch die Umwelt.

Das Auto ist für viele Dresdner das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Immer mehr Dresdner besitzen ein eigenes Auto, 15 Prozent aller Haushalte sogar mehr als eins. Die hohe Zahl an Zweitautos ist nicht zuletzt auf die günstigen Preise und die leichte Verfügbarkeit von Gebrauchtwagen auf Internetseiten wie Autoscout24.de zurückzuführen. Zwar werden immer mehr kurze Wege per Fuß, Rad oder ÖPNV erledigt, doch wer dann für eine längere Fahrt ins Auto steigt, will sich nicht ständig über rote Ampeln ärgern müssen. Ein Projekt an der TU Dresden möchte die Wartezeiten an der Ampel verkürzen und trotz der vielen Autos für einen fließenden Verkehr sorgen. Smartphones könnten die Lösung sein.

Vernetzt für eine bessere Fahrt

Rote Ampeln sind nicht nur eine Geduldsprobe für Autofahrer, sondern auch eine Belastung für die Umwelt. Schließlich steigt durch das ständige Bremsen und Wiederanfahren der Spritverbrauch. Folglich wird auch unnötig viel CO2 ausgestoßen. Außerdem steigt durch das Stop-and-go der Autos der Lärmpegel. In vielen Städten wird der ÖPNV bevorzugt und zwingt so die Autofahrer zu längeren Wartezeiten.

Jürgen Krimmling vom Institut für Verkehrstelematik an der TU Dresden arbeitet daher an dynamischen Ampelanlagen. Die Hälfte aller Ampeln in Deutschland sind nach seiner Einschätzung “dumme” Ampeln mit einer festen Umlaufzeit. An solchen Ampeln stehen Autofahrer auch dann an der Kreuzung, wenn diese leer ist. Zwar werden schon heute Verkehrsströme per Induktionsschleife in der Fahrbahn gesteuert und so grüne Wellen erzeugt. Doch das System stößt beim Aufeinandertreffen verschiedener Verkehrsteilnehmer schnell an seine Grenzen. Krimmling vernetzte daher Straßenbahnen mit Ampeln. Per Smartphone erhält der Straßenbahnfahrer Anweisungen, wann die Ampel grün leuchtet. Er kann sein Fahrtempo dementsprechend anpassen. Der ÖNPV darf die grüne Welle nur noch unterbrechen, wenn er verspätet ist. So wird der Verkehrsfluss optimiert und Energie gespart. Das Konzept soll künftig weiterentwickelt werden. Dann sollen auch Autos und andere Verkehrsteilnehmer mit den Ampeln vernetzt werden.

Ein generelles Tempolimit vom 30 km/h ist in Dresden aktuell kein Thema, intelligente Verkehsführung hingegen schon.

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