Wissenswertes über die schöne Böhmische Schweiz

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Das Pendant zu unserer Sächsichen Schweiz bildet in der Tschechischen Republik die ebenso sehenswerte Böhmische Schweiz. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Deutschland trifft man hier auf beeindruckende Felsformationen, Flusstäler und wunderschöne Landschaften.

Im Vergleich zur Sächsichen Schweiz, ist das böhmische und ihr sehr ähnelnde Gegenstück, touristisch noch nicht in dem Maße erschlossen und ausgebaut. Die Besucherzahlen beider Nationalparks weichen noch recht stark voneinander ab. Wünscht sich die Nationalparkverwaltung auf tschechischer Seite einen Besucheranstieg, so hat es auf der anderen Seite für Wanderer auch seine Vorteile, nicht zu sehr überlaufene Gegenden genießen zu können. Ein paar dieser herrlichen Fleckchen möchten wir nun gern vorstellen.

Das Prebischtor

Es stellt auf jeden Fall eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region dar. In ganz Mitteleuropa findet man kein weiteres Felstor mit seinen Ausmaßen. Sicherlich ist diese  beeindruckende Steinformation daher auch das Ausflugsziel Nummer eins. Von Dresden aus erreicht man die Böhmische Schweiz in einer guten Stunde. Der kürzeste Weg führt dabei über den Grenzübergang in Schmilka/Hrensko. Nach diesem biegt man am besten die erste Straße links ab und fährt ein Stückchen bergauf, wo sich gleich mehrere Parkmöglichkeiten ergeben und der Einstieg in die Böhmische Schweiz beginnt. Auch die Anreise mit der S-Bahn von Dresden aus, ist völlig unkompliziert. Bis Anfang der 80er Jahre durfte das Felstor noch betreten werden, heute ist dieses Erlebnis aus Sicherheitsgründen nicht mehr gestattet.

Die Edmundsklamm

Über den gleichen, eben beschriebenen Weg gelangt man zu einem weiteren touristischen Highlight des Nationalparks. Gemeint ist die Edmundsklamm. Unser Tipp: Man durchquert das Örtchen Hrensko und fährt immer bergauf bis Mezni Louka und biegt dort nach knapp sechs gefahrenen Kilometern eine kleine Straße (die 25862) nach rechts ab, wo sich ein großer Parkplatz befindet. Von da aus geht es per Pedes bis zum Restaurant Soutesky. Für eine Rast ist es jetzt noch zu früh, aber auf dem Rückweg bietet sich hier noch einmal die Gelegenheit gemütlich einzukehren. Nun geht es reichlich viele Stufen bergab, bis man zum Flüsschen Kamenice gelangt. Es hat sich über die Jahrtausende ins südliche Elbsandsteingebirge eingeschnitten und die sehenswerte Klamm geschaffen.

Fluss Kamenice in der Edmundsklamm

Nach der kleinen Holzbrücke geht es nach rechts weiter entlang des Flüsschens, teilweise durch kleine in den Fels geschlagene Tunnel, bis man die zweite der beiden Teilstrecken für den Bootsverkehr auf der Kamenice erreicht. Jetzt geht es für drei Euro (Kinder 1,50 Euro) ca. 20 Minuten mit dem Boot weiter zurück in Richtung Elbmündung. Der Bootsführer bewegt den Kahn durch Staksen und erzählt während der Fahrt auf Deutsch und Tschechisch manch Wissenswertes über die, sich auf beiden Seiten auftürmenden, Sandsteinfelsen. Anschließend laufen wir weiter zu Fuß bis zum Ausgang der Klamm. Hier befindet sich ein kleiner, feiner Imbiss. Eine kurze Pause und eine Stärkung seien erlaubt. Denn jetzt wird zurück zum Auto gewandert, welches ja oben auf dem Parkplatz steht. Nach ca. zwei Kilometern auf dem Fußweg biegt der schöne Wanderweg rechts in den Wald ab und dieser gelb markierte führt uns wieder bis zum anfangs erwähnten Restaurant. Alles in allem sollte man sich für die Tour insgesamt etwa fünf Stunden inkl. zweier Pausen einplanen. Der touristische Ausbau der Klamm im 19. Jahrhundert hat sich bis heute sehr gelohnt! Die erlebten Eindrücke sollte man unbedingt in Fotos festhalten. So hat man auch später beim Anschauen der Fotos noch viel Freude an solch tollen Ausflügen und eine schöne Erinnerung an wunderschöne Tage.

Mit dem Kahn durch die Edmundsklamm

Jetrichovice & Krasna Lipa

Jetrichovice ist eine Gemeinde in der Böhmischen Schweiz, in deren Umgebung sich zahlreiche Felsen mit wundervollen Aussichtsmöglichkeiten befinden. In Krasna Lipa befindet sich das Haus der Böhmischen Schweiz. Hier hat die Nationalparkverwaltung ihren Sitz. Eine enge Zusammenarbeit mit den sächsischen Kollegen wird stets fokussiert. Offiziell wurde die Region, mit den Felsen um das Prebischtor bis nach Jetrichovice, dem Rosenberg und den Klammen des Flüsschen Kamnitz sowie dem Khaatal, zum 1. Januar 2000 auf einer Fläche von 80 Quadratkilometern als Nationalpark und besonders schützenswerte Gegend gekennzeichnet.

Die Berge um Jetrichovice

Öffentlicherlicher Nahverkehr

Der ÖPNV hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und ist inzwischen auf mehreren Strecken grenzüberschreitend. Um zum schönen böhmischen Rosenberg zu gelangen, wird die Buslinie 435 vom deutschen Schmilka ins tschechische Ceska Kamenice empfohlen. Auch die Orte Krasna Lipa, Hrensko und Decin sind gut angebunden. Die Mitnahme von Fahrrädern ist bei bestimmten Bussen möglich.

Außerhalb des Nationalparks – Decinsky Sneznik & Die Tyssaer Wände

Diese beiden Sehenswürdigkeiten gehören nicht zum definierten Areal des Nationalparks Böhmische Schweiz. Sie sind aber auch durchaus grenznah und gut von Dresden aus zu erreichen. Der Decinsky Sneznik ist der höchste Berg des Elbsandsteingebirges mit 723 m. Auch aus der Ferne unübersehbar, ragt der 152 Jahre alte Turm auf dem Decinsky Sneznik hervor. Der zu deutsch Hohe Schneeberg ist ein langgezogener Tafelberg. Nach einer Sanierung eröffnet der Turm am 01. Oktober 2016 wieder. lediglich 30 Kronen (etwas über einem Euro) kostet der Aufstieg, der noch bis Ende Oktober täglich und dann bis März an Wochenenden und Feiertagen möglich ist. Unterhalb des Berges befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz.

Turm Hoher Schneeberg - Decinsky Sneznik

Die Tyssaer Wände

Äußerst empfehlenswert ist ein Besuch der Tyssaer Wände. Am Rande der Gemeinde Tyssa überragen die ca. 30 m hohen Felsformationen die Umgebung. Die Gegend läd Jung und Alt zum Wandern und Erkunden ein. Eine besondere Attraktion ist das Felslabyrinth. Eine gute Gastronomie bietet die “Turisticka Chata Tisa”, das können wir selbst bezeugen.

Viel Spaß beim Erkunden der schönen Böhmischen Schweiz, wir hoffen Ihr habt etwas Appetit bekommen.

Blick vom Decinsky Sneznik

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